Wien: Riesiger Dachbrand
150 Feuerwehrleute
(30.07.2026) Bei einem spektakulären Dachbrand in Wien-Meidling hat die Berufsfeuerwehr Donnerstagmittag Alarmstufe 3 ausgerufen und war mit 36 Fahrzeugen vor Ort. Die Flammen schlugen mit entsprechender Rauchentwicklung aus dem Haus in der Böckhgasse zwischen Längenfeldgasse und Aßmayergasse, sagte Sprecher Gerald Schimpf der APA. Der Einsatz hatte gegen 11.30 Uhr begonnen. 150 Feuerwehrleute waren an Ort und Stelle. Um 17.00 Uhr hieß es, dass die Alarmstufe auf 2 herabgestuft wurde.
Umfangreiche Folgearbeiten waren noch im Gange, wie auch Kontrollen auf etwaige Glutnester, der Brand selbst war inzwischen jedoch abgelöscht. Unter den dabei eingesetzten Geräten befanden sich Drehleitern, Teleskopmastbühnen sowie Großtankfahrzeuge. Die Flammen wurden durch mehrere Löschleitungen und Wasserwerfer bekämpft, wobei die Dachkonstruktion auch geöffnet werden musste. Auch das Drohnenteam war im Einsatz.
© APA | GEORG HOCHMUTH
Erhöhte Einsatzbereitschaft angeordnet
Feuerwehrsprecher Lukas Schauer rechnete noch mit längeren Arbeiten. Aufgrund dessen und der weiteren Einsätze in anderen Teilen der Stadt wurde erhöhte Einsatzbereitschaft angeordnet. Die Brandursache war zunächst unklar.
Auch die Wiener Berufsrettung war ausgerückt. Ein 36-Jähriger wurde mit Kreislaufproblemen behandelt, eine 75-Jährige hatte Rauchgas eingeatmet, wurde mit Sauerstoff versorgt, lehnte aber eine Spitalseinlieferung ab, so Sprecher Andreas Huber. Weitere Hausbewohner wurden von der Sondereinsatzgruppe betreut und konnten in den gekühlten Fahrzeugen das Ende der zunächst noch laufenden Löscharbeiten abwarten.
AT-Alert ausgelöst
Aufgrund der starken Verrauchung in der Umgebung wurde gebeten, den betroffenen Bereich zu meiden. Anrainer sollten Türen und Fenster wegen der Rauchbildung geschlossen halten. Die Bevölkerung wurde auch mittels Warnsystem AT-Alert auf in der Gegend eingeloggten Smartphones informiert, berichtete das Rathaus am Nachmittag in einer Aussendung.
Die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien richtete am Einsatzort ein mobiles Büro ein. Sie unterstützt bei der Evakuierung und ist für den eventuellen Bedarf an Notunterbringungen für Betroffene zuständig.
(APA/KS)