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Viel unfreiwillige Teilzeit

(07.06.2023) Etwa 100.000 Menschen in Österreich, wollen Vollzeit, kriegen aber nur Teilzeit. Der Aufschwung auf dem heimischen Arbeitsmarkt hat sich im ersten Quartal heuer abgeschwächt. Es gab laut Statistik Austria zwar mit 4.420.300 Erwerbstätigen um 46.300 oder 1,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Doch auch die Zahl der Arbeitslosen ist mit 257.600 leicht gestiegen. Männer suchten meist nach einer Vollzeitbeschäftigung, Frauen vielfach nach einem Teilzeitjob. Mehr als 100.000 Teilzeitbeschäftigte würden gerne mehr arbeiten, heißt es heute, Mittwoch.

Die Erwerbstätigenquote - als Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren - betrug bei Männern 76,6 Prozent, bei Frauen 69,8 Prozent und damit insgesamt 73,2 Prozent. Gegenüber dem vierten Quartal 2022 ging die Erwerbstätigenquote um 0,8 Prozentpunkte zurück. Vor allem bei Männern sank die Erwerbstätigenquote - um 1,2 Prozentpunkte. Das ist überwiegend auf die saisonale Entwicklung auf dem Bau zurückzuführen. Jene der Frauen ging lediglich um 0,3 Prozentpunkte zurück.

Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau (rund 1,06 Millionen oder 50,7 Prozent) und gut jeder achte Mann (rund 300.000 bzw. 13 Prozent) gaben im ersten Quartal 2023 an auf Teilzeitbasis zu arbeiten. Nach neuer Eurostat-Definition erklärten im ersten Vierteljahr 2023 insgesamt 113.400 bzw. 8,3 Prozent der Teilzeiterwerbstätigen, dass sie gerne mehr Stunden arbeiten würden und damit auch innerhalb von zwei Wochen beginnen könnten. Insgesamt waren damit 80.900 Frauen und 32.500 Männer unfreiwillig unterbeschäftigt.

Unfreiwillige Teilzeit

"Mehr als die Hälfte der Frauen arbeitet Teilzeit und viele davon unfreiwillig", kommentierte ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann. "Anstatt Teilzeitbeschäftigte mit Kürzungen bei Sozialleistungen zu bestrafen, sollte es den vielen Frauen möglich gemacht werden, überhaupt Vollzeit arbeiten gehen zu können." Dazu müsse endlich das Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausgebaut werden. Der ÖGB fordert einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes.

Arbeitslosigkeit

Statistik-Chef Tobias Thomas sagte, dass "die Arbeitslosigkeit erstmals wieder etwas angezogen hat, nachdem sie seit dem dritten Quartal 2021 in jedem Quartal jeweils im Jahresabstand gesunken war." Und "gleichzeitig kann die Wirtschaft viele Stellen nicht besetzen: Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin auf sehr hohem Niveau." Im ersten Quartal heuer sind 228.300 Jobs frei gewesen, berichtete die Statistik Austria erst am gestrigen Dienstag.

Zahlen steigen

Auch die Zahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition ist leicht gestiegen. Zuvor war deren Anzahl seit dem dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum stetig gesunken. Dieser Trend setzte sich heuer in den ersten Monaten nicht mehr fort: Trotz der hohen Zahl von fast 230.000 offenen Stellen waren insgesamt 257.600 beschäftigungslose Personen auf Arbeitssuche. Das waren um 16.200 mehr als im Jahr zuvor (erstes Quartal 2022: 241.400).

Arbeitslosenquote

Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag mit insgesamt 5,5 Prozent (Männer: 6,1 Prozent; Frauen: 4,9 Prozent), um 0,3 Prozentpunkte somit geringfügig über dem Vorjahreswert. Insgesamt wünscht sich die Mehrheit der Arbeitslosen (61,6 Prozent) dezidiert eine Vollzeitbeschäftigung. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich des gesuchten Arbeitszeitausmaßes sind jedoch groß: So suchten drei Viertel der arbeitslosen Männer (77 Prozent) ausschließlich eine Vollzeittätigkeit. Teilzeitarbeit wiederum wird vor allem von Frauen nachgefragt: 41,5 Prozent suchten im ersten Quartal 2023 ausschließlich nach einem Teilzeitjob.

(fd/apa)

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