Yes-Gesetz: 'Willst du wirklich Sex?'

„Willst du ganz sicher mit mir schlafen?“ Diese Frage dürfte an Kaliforniens Unis künftig öfters gestellt werden. Das neue „Yes means Yes“-Gesetz, das sexuelle Übergriffe am Campus verhindern soll, sorgt für Aufregung. Sexpartner müssen entweder mit Worten oder durch ein Nicken ihr Einverständnis zum Sex geben. Und zwar „freiwillig“ und „im Besitz des Bewusstseins“ – so der Wortlaut. Heimische Juristen schütteln den Kopf. Sollte es im Nachhinein nämlich doch zu einem Vergewaltigungs-Vorwurf kommen, wird es der Angeklagte schwer haben.

Rechtsexperte Anwalt Johannes Schriefl:
“Wie soll man beweisen, dass es ein Einverständnis gegeben hat? Entweder man unterschreibt vorher etwas, oder man macht ein Video. Auch die Bewusstseins-Sache ist natürlich äußerst wacklig. Viele Betrunkene glauben, dass sie eigentlich in vollem Bewusstsein handeln. Also dieses Gesetz schafft eigentlich nur noch mehr Probleme.“

Männer-Vereinigungen bezeichnen das Gesetz sogar als männerfeindlich. Es mache den Weg für falsche Beschuldigungen frei.

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