Wintereinbruch in Österreich

Zahlreiche Verkehrsunfälle

(03.04.2022) Der Wintereinbruch hat in Niederösterreich zu Verkehrsunfällen geführt. Schneefahrbahnen verursachten Probleme, Feuerwehren wurden zu Fahrzeugbergungen alarmiert. In der Semmering-, Wechsel- und Rax-Region ereigneten sich einige Unfälle, sagte der FF-Kommandant des Bezirks Neunkirchen, Josef Huber, am Sonntag auf Anfrage. Großteils dürfte es bei Blechschäden geblieben sein. Teilweise galten laut Polizei Schneekettenpflicht für Lkw und Fahrverbote für Sattelkraftfahrzeuge.

In Waidhofen an der Thaya landeten Autos im Straßengraben. Am Samstagabend war ein Pkw von der schneeglatten L60 abgekommen. Das Kfz blieb seitlich im Graben liegen, die beiden Insassen konnten den Wagen laut FF Waidhofen a.d. Thaya nicht verlassen. Der Lenker konnte sich mit Hilfe von Ersthelfern befreien. Die Feuerwehr brachte die Beifahrerin in Sicherheit, beide Insassen wurden dem Rettungsdienst zur Kontrolle übergeben. Sonntagfrüh geriet ein laut FF mit zwei jungen Männern besetzter Pkw bei einem Bremsmanöver auf der B36 ins Schleudern und rutschte in den Straßengraben. Die Insassen blieben unverletzt. In beiden Fällen wurden die Autos von der Feuerwehr geborgen und abtransportiert.

Die Neuschneemengen reichten am Sonntag von bis zu zehn Zentimetern im Industrieviertel (Aspang) über 15 Zentimeter im Waldviertel (Spitz) bis zu 20 Zentimetern im Mostviertel (Scheibbs). Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen bestand Kettenpflicht auf der B20 über den Josefsberg und Annaberg sowie der B21 über den Ochsattel. Kettenpflicht für Kfz über 3,5 Tonnen sowie Fahrverbot für Sattelkraftfahrzeuge galt auf der B21 über das Gscheid und auf der B23 über den Lahnsattel. Im Raum Mödling, Aspang, Hollabrunn, St. Peter/Au (Bezirk Amstetten) sowie in Ottenschlag und Weitra im Waldviertel kam es abschnittsweise zu Schneeverwehungen. Die erforderlichen Räum- und Streueinsätze waren überall im Gange, teilte das Amt der Landesregierung mit.

Die Lawinengefahr in den Ybbstaler Alpen, im Gippel-Göllergebiet und in der Rax-Schneebergregion wurde oberhalb der Waldgrenze als mäßig (Stufe 2 von 5) bewertet, ansonsten herrschte geringes Risiko. Aufgrund von Triebschnee besonders in Ost- bis Südexpositionen hinter Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden "kann ein kleines Schneebrett bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden", teilte der Warndienst mit. In Gipfelbereichen bestehe durch die harte bis eisige Oberfläche Absturzgefahr, dazu herrsche schlechte Sicht.

(APA/CD)

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