Wolf-Abschusspläne

Verordnung in Pinzgau

(04.08.2021) Trotz heftiger Proteste von Tier- und Naturschützern dürfte der Abschuss von Wölfen im Salzburger Pinzgau bereits in wenigen Tagen rechtlich erlaubt sein.

Es herrschen genaue Richtlinien

Nach der jüngsten Häufung von Wolfsrissen auf Salzburger Almen haben sich die ÖVP und die Grünen in der Landesregierung am 21. Juli auf eine neue Vorgehensweise geeinigt. Statt Abschussbescheide sollen neu Verordnungen Abschüsse von Tieren erlauben - und zwar, in dem Jagdgebiete zu sogenannten Maßnahmengebieten erklärt werden. Der Abschuss der Tiere wird stark erleichtert - auch wenn streng nach einem Kriterienkatalog vorgegangen werden soll. Als "Problemwölfe" gelten dabei einzelne Wölfe, die 25 Nutztiere in einem nicht schützbaren Bereich innerhalb eines Monats töten oder verletzen.

Hält die Verordnung der Landesregierung, könnte sie zum ersten erlaubten Wolfsabschuss in Österreich seit der Rückkehr der Tiere führen.

WWF protestiert

Der WWF hält die Verordnung für rechtswidrig und spricht sich dagegen aus. In einer Stellungnahme gemeinsam mit der Umwelt-Allianz Ökobüro zur "Maßnahmengebietsverordnung Wolf" forderte die Naturschutzorganisation am Dienstag eine ersatzlose Streichung des Verordnungsentwurfs und ein "zielführendes Wolfsmanagement". Kritik gab es auch für eine Begutachtungsfrist von lediglich acht Tagen.

(MB/apa)

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