Zoll-Unsicherheit

Bitcoin gibt nach

(23.02.2026) Der Bitcoin hat am Montag deutlich auf neue Entwicklungen im US-Zollstreit reagiert. Die wichtigste Kryptowährung fiel zeitweise auf knapp 64.300 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Im weiteren Handelsverlauf erholte sich der Kurs wieder auf rund 66.300 Dollar.

Neue Zolldrohungen aus den USA belasten Märkte

Auslöser der Kursschwankungen sind jüngste Ankündigungen aus Washington. Nach einer Gerichtsentscheidung gegen Teile seiner Zollpolitik kündigte US-Präsident Donald Trump einen weltweiten Importzoll von 15 Prozent an. Zuvor waren noch 10 Prozent im Gespräch gewesen.

Die erneute Eskalation im Handelskonflikt sorgt für Verunsicherung an den Finanzmärkten – auch am Kryptomarkt. Marktbeobachter sprechen von anhaltender Instabilität, da geopolitische Spannungen und wirtschaftspolitische Unsicherheiten Investoren vorsichtiger werden lassen.

Besonders im Blick steht die Marke von 60.000 Dollar, die als wichtige technische Unterstützung gilt. Bereits Anfang Februar war der Bitcoin kurzzeitig unter diese Schwelle gefallen. Nach einem Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar im Oktober hatte die Digitalwährung deutlich an Wert verloren.

Zinszweifel drücken zusätzlich

Belastend wirken zudem Zweifel an baldigen Zinssenkungen in den USA. Robuste Konjunkturdaten nehmen der US-Notenbank den Druck für schnelle Schritte. Ein höheres Zinsniveau macht klassische Anlagen wie Anleihen attraktiver und dämpft die Nachfrage nach risikoreicheren Investments wie Kryptowährungen.

Auch die Hoffnungen vieler Anleger auf regulatorische Impulse durch die neue US-Regierung haben sich bislang nur teilweise erfüllt. Die angekündigte strategische Bitcoin-Reserve kommt langsamer voran als erwartet. Der Kryptomarkt bleibt damit anfällig für politische und wirtschaftliche Turbulenzen.

(fd/apa)

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