Zum dritten Mal Zwillinge!
Familie sorgt für Staunen
(12.02.2026) Dass sie Zwillinge bekommen wird, ist für Jasmin Schmidt schon fast nicht mehr überraschend - immerhin ist es für sie bereits das dritte Mal in Folge. "Das ist für mich jetzt nicht mehr so außergewöhnlich", sagt die 36-Jährige aus dem nordbayerischen Fürth. Beim dritten Mal sei es für ihn das Normalste überhaupt, meint auch der werdende Vater Andreas Rittner. "Ich habe gar nicht gedacht, dass da eins kommt. Ich dachte sofort, das werden wieder zwei."
Anfang Juni sollen die beiden Mädchen auf die Welt kommen. Auf Jasmin Schmidt und Andreas Rittner kommt dann einiges zu. Denn die älteren Geschwister sind auch noch ziemlich klein. Die Zwillinge Daniel und Emilio wurden im Spätsommer 2023 geboren, die Zwillinge Simone und Anastacia im Spätsommer 2024. Er rechne mit noch mehr Arbeit, aber auch mit noch mehr Spaß, sagt Rittner. "Es ist auf jeden Fall ein sehr tolles Gefühl."
Für Familie Schmidt/Rittner mag es normal sein, für viele Menschen ist es dennoch unglaublich. Als das Paar mit den beiden Zwillingswagen an diesem Tag zur Vorsorgeuntersuchung ins Klinikum Fürth kommt, erntet es viele neugierige Blicke. "Zweimal Zwillinge?", fragt eine Besucherin auf der Geburtshilfe-Station ungläubig. Als sie hört, dass Jasmin Schmidt noch einmal doppeltes Glück erwartet, schüttelt sie fassungslos den Kopf. "Nein! Das ist ja echt selten." Auch viele Medien haben schon über die Familie berichtet.
"Es ist eigentlich Zufall"
Die Wahrscheinlichkeit für Zwillingsschwangerschaften hat nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Gründe dafür sind demnach, dass es mehr künstliche Befruchtungen gibt und die werdenden Mütter ein höheres Durchschnittsalter haben.
Dass eine Frau aber gleich dreimal in recht kurzem Abstand Zwillinge bekomme, das sei schon in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes, sagt Oberärztin Anja Forster vom Klinikum Fürth, die die Familie bereits zum dritten Mal betreut. So richtig erklären könne sie es sich nicht, da es in keinem Fall eine künstliche Befruchtung gegeben habe. "Es ist eigentlich Zufall." In manchen Familien trete es gehäuft auf, dass bei den Frauen gleichzeitig mehrere Eizellen heranreiften, erläutert sie.
Bei Zwillingsschwangerschaften kann es laut der DGGG häufiger zu komplizierten Verläufen kommen. Dazu zählen Frühgeburten und Fehlbildungen. Außerdem haben die Schwangeren wegen der stärkeren körperlichen Belastung ein höheres Risiko für Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Blutarmut und eine Schwangerschaftsvergiftung.
Jasmin Schmidt sagt, sie habe sich immer viele Kinder gewünscht. Aus ihrer ersten Ehe hat sie bereits drei Kinder - keins davon war ein Zwilling. Im März werden sie und Andreas Rittner heiraten, ab dann wird die Familie nur noch Rittner heißen.
(apa/mc)