17 Lawinentote!

Deutlicher Anstieg in Österreich

(19.02.2026) In Tirol sind am Mittwoch bei zwei Lawinenabgängen zwei Wintersportler ums Leben gekommen. Damit steigt die Zahl der Lawinentoten in Österreich in der laufenden Wintersaison bereits auf 17. Das sind schon jetzt deutlich mehr als in der gesamten Wintersaison des Vorjahres – damals starben acht Menschen. Auch im langjährigen Vergleich liegt die aktuelle Saison über dem Schnitt: In den vergangenen zehn Jahren gab es im Durchschnitt 16 Lawinentote pro Wintersaison, erklärte Susanna Mitterer vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) am Donnerstag gegenüber der APA.

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Die meisten Todesopfer gab es bisher in Tirol (7), gefolgt von Salzburg (6). In der Steiermark starben bisher drei Personen, in Vorarlberg gab es ein Opfer. Insgesamt waren 13 der Todesopfer Männer, vier Frauen. Besonders tragisch: Allein am 17. Jänner starben in Salzburg vier Menschen bei einem vom Alpenverein organisierten Ausbildungskurs.

Große Lawinengefahr: Appell zum Touren-Verzicht

Angesichts der aktuellen Lage appellierten das Land Tirol und der Lawinenwarndienst am Donnerstag, vorerst auf Touren im alpinen Gelände zu verzichten. Vor allem in höheren Lagen herrscht teils große Lawinengefahr – das entspricht Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala.

Für Wintersportler abseits gesicherter Pisten seien die Bedingungen derzeit sehr gefährlich. Spontane Lawinenabgänge seien vor allem in der zweiten Tageshälfte möglich.

Schlechter Schneedeckenaufbau sorgt für extreme Gefahr

Ein Hauptproblem in dieser Wintersaison ist laut ÖKAS ein sehr schlechter Schneedeckenaufbau. Dadurch könne bereits „wenig Neuschneezuwachs zu großen Lawinen führen“, erklärte Mitterer. Auch wenn heuer insgesamt weniger Schnee liegt, sei die Lawinengefahr dadurch keineswegs geringer.

Mitterer rät Alpinisten, derzeit möglichst auf der Piste zu bleiben oder andernfalls Touren nur „mit großer Vorsicht und Zurückhaltung“ zu planen – und ausschließlich unter Berücksichtigung des detaillierten Lawinenlageberichts. Wer unsicher ist und trotzdem ins freie Gelände möchte, sollte laut ÖKAS einen Bergführer engagieren.

Sicherheitsausrüstung kann Leben retten

Für Skitouren im Gelände sei außerdem die Standard-Sicherheitsausrüstung unverzichtbar:

  • LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät)
  • Sonde
  • Schaufel

Diese müsse nicht nur mitgeführt, sondern auch sicher beherrscht werden. Die sogenannte Kameradenrettung könne die Überlebenschance mit kompletter Ausrüstung „um ein Vielfaches erhöhen“, betonte Mitterer.

(fd/apa)

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