28 von 80 Städte zu heiß
Große Hitzebelastung in Österreich
(19.06.2026) Greenpeace hat die Hitzebelastung in den 80 bevölkerungsreichsten Städten in Österreich im Hinblick auf deren Grünflächenanteil gemessen.
Mehr Begrünung notwendig
Die Analyse zeigt, dass sechs Zentren im Vorjahr unter extremer, weitere 21 unter erheblicher Hitzebelastung standen. Während manche Standorte dank zahlreicher Grünflächen bereits widerstandsfähig sind, müssen andere rasch Maßnahmen zur Begrünung setzen, wurde am Freitag betont.
"Bäume und Grünflächen sind das beste Mittel gegen Hitze, denn sie kühlen ihre Umgebung spürbar.", berichtet Melanie Ebner von Greenpeace Österreich.
Hitze-Check für Österreich
Für den „Hitze-Check“ analysierte Greenpeace die Grünflächen von 80 Städten anhand von Satellitendaten. Die Ergebnisse zeigen, wo der Bedarf an Begrünung am größten ist. Besonders viele Hitzetage gab es im Süden und Osten.
Wolfsberg, St. Veit, Völkermarkt, Wien, Eisenstadt und Leibnitz verzeichneten eine besonders hohe Zahl an Hitzetagen mit Temperaturen ab 30 Grad. Auffällig ist dabei der Kontrast zwischen den Städten: Während Leibnitz im Zentrum auf einen vergleichsweise hohen Grünanteil von 36,8 Prozent kommt, zeigt sich in Wolfsberg die kritischste Lage. Dort treffen 40 Hitzetage auf nur 17,5 Prozent Grünfläche im Stadtkern.
Krems an der Donau verzeichnete 28 Hitzetage, Tulln, Stockerau und Strasshof an der Nordbahn jeweils 27. Bei mittlerer Hitzebelastung erreichen Lustenau, Bad Vöslau und Ebreichsdorf bereits über 45 Prozent Grünanteil im Zentrum, während in Wörgl, Lienz und Vöcklabruck noch deutlicher Nachholbedarf besteht.
"NaturStadt-Garantie"
Greenpeace will die Städte stärker in die Verantwortung nehmen. Mit der „NaturStadt-Garantie“ sollen Metropolen ihren Einwohnern verbindlich zusichern, den Anteil an Grünflächen auszubauen und damit die städtische Hitze wirksam zu reduzieren.
(APA/SR)