348. Wiener Derby ausverkauft
Bewährungsprobe für Fans
(13.02.2026) In der Fußball-Bundesliga geht am Sonntag das zweite Wiener Derby in dieser Saison zwischen der Austria und Rapid in Szene (17.00). Erstmals seit fast eineinhalb Jahren sind dabei wieder Auswärtsfans zugelassen. Für den Anhang beider Clubs sowie auch für Neo-Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup ist der Schlager in der Generali-Arena eine Art Bewährungsprobe. In den beiden weiteren Sonntagspartien (je 14.30) matchen sich der GAK und Salzburg sowie Blau-Weiß Linz und der WAC.
Austria - Rapid: Grün-Weiß auf der Suche nach Erfolg
Am Verteilerkreis ist alles angerichtet: Das 348. Wiener Derby ist mit 15.600 Zuschauern ausverkauft, die Auswärtsfans sind zurück, und beide Clubs haben im Kampf um die Meistergruppe nichts zu verschenken. "Jeder kann es spüren, es ist eine aufregende Woche. Es wird ein hartes Spiel, ein echter Kampf. Dafür müssen wir Lösungen haben", sagte Hoff Thorup am Freitag. Der Däne kann auf den wieder fitten Linksverteidiger Jannes Horn bauen. Im Gegensatz zu Andreas Weimann stehen hinter Neuzugang Yusuf Demir, dem Spielpraxis fehlt, noch Fragezeichen. "Er kämpft um einen Platz im Kader am Sonntag."
Während die Austria mit einem 2:0 in Salzburg sportlich erfolgreich ins neue Jahr gestartet ist, schlägt sich Rapid seit Anfang November mit einer Sieglosserie (sieben Niederlagen, vier Remis) herum. Unter dem neuen Trainer stehen das Cup-Aus in Ried sowie ein Heim-1:1 gegen Hartberg zu Buche. "Was uns fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Wenn wir beim Derby voll punkten können, dann kann das schon viel bewegen", meinte Sportgeschäftsführer Markus Katzer.
Das erste Derby in Hütteldorf war Ende September mit 3:1 eine Beute der Austrianer.
GAK - Salzburg: Klare Rollenverteilung
Im Duell des Vorletzten mit dem Tabellenführer sind die Rollen klar verteilt. Salzburg ist gegen den GAK in der Liga seit acht Spielen ungeschlagen, in der Hinrunde feierten die "Bullen" einen 5:0-Heimsieg. Allerdings haben die Ambitionen der Truppe von Trainer Thomas Letsch zum Frühjahrsauftakt mit der Heimpleite gegen die Austria einen Dämpfer erhalten. Der GAK, der mit einem 2:2 beim WAC ins neue Jahr gestartet ist, will derweil weiter den Abstand zu Schlusslicht Blau-Weiß Linz vergrößern. Fünf Zähler Vorsprung haben sich die Grazer erarbeitet, dieser soll idealerweise in den letzten vier Spielen vor der Punkteteilung noch optimiert werden.
BW Linz - WAC: Weissman im Fokus
Die Linzer brauchen im Abstiegskampf dringend ein Erfolgserlebnis. Der letzte Ligasieg datiert vom 4. Oktober (1:0 bei der Austria), danach folgten acht Niederlagen bei einem Remis, zuletzt gab es ein 0:1 in Altach. Gegen den WAC soll nun Zählbares her. "Wir wissen, was uns erwartet, das ist eine spielstarke Mannschaft. Wir wollen defensiv dagegenhalten und zuhause so viele Akzente setzen, dass wir am Ende drei Punkte mitnehmen können", sagte Neo-Coach Michael Köllner, dessen Stürmer Shon Weissman im Duell mit seinem Ex-Club im Fokus steht.
WAC-Coach Ismail Atalan muss in Linz auf die gesperrten Marco Sulzner und Rene Renner sowie Neuzugang Jessic Ngankam, der sich bei seinem Debüt eine Muskelverletzung zuzog, verzichten. Dafür stehen Routinier Alessandro Schöpf und Verteidiger Mamadou Diabate wieder zur Verfügung. Fraglich sind die angeschlagenen Donis Avdijaj und Dominik Baumgartner. "Donis beißt auf die Zähne. Es ist keine schöne Situation, aber wir hoffen, dass es klappt", sagte Atalan. "Bei Baumgartner müssen wir gucken, er hat vorgestern mit der Hüfte Probleme bekommen."
(APA/JuF)