4 Kinder sind jetzt Waisen!
Femizid in Niederösterreich
(07.04.2026) Ein tödlicher Gewaltakt erschüttert Niederösterreich: Nach dem Femizid an einer 38-Jährigen in Sooß (Bezirk Baden) hat der beschuldigte Ehemann ein Geständnis abgelegt. Die Frau wurde mit Stich- und Schussverletzungen im Garten eines Wohnhauses entdeckt. Zurück bleiben vier minderjährige Kinder.
Die Bluttat ereignete sich am Ostersonntag gegen 18.30 Uhr in der Gemeinde Sooß nahe Wiener Neustadt. Die 38-Jährige wurde im Garten eines Wohnhauses aufgefunden – mit schweren Verletzungen durch Stiche und Schüsse. Der dringend tatverdächtige 47-jährige Ehemann verständigte nach der Tat selbst die Polizei. Einsatzkräfte nahmen ihn noch vor Ort fest.
Für die Frau kam jede Hilfe zu spät
Beschuldigter geständig – Motiv weiterhin unklar. Wie die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt bestätigt, hat der Mann mittlerweile ein umfassendes Geständnis abgelegt. Dennoch bleiben zentrale Fragen offen. Zum genauen Motiv wollte die Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben machen. Ein vorläufiges Obduktionsergebnis liegt ebenfalls noch nicht vor.
Der 47-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen. Diese ist vorerst bis zum 20. April befristet.
Mutmaßliche Tatwaffe illegal besessen
Im Zuge der Ermittlungen wurde eine mögliche Tatwaffe sichergestellt – eine Pistole des Kalibers neun Millimeter. Nach Angaben des Beschuldigten soll er diese illegal in Wien von einem Unbekannten erworben haben. Die Hintergründe des Waffenbesitzes werden derzeit überprüft.
Beziehung belastet – Paar lebte getrennt
Das Paar lebte zuletzt getrennt, hat jedoch vier gemeinsame minderjährige Kinder. Laut Medienberichten soll es in der Vergangenheit wiederholt zu Konflikten gekommen sein. Ob diese Auseinandersetzungen in direktem Zusammenhang mit der Tat stehen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Vier Kinder im Fokus: Unterstützung läuft an
Besonders im Mittelpunkt stehen nun die vier Kinder, die durch die Tat ihre Mutter verloren haben. Die Kinder- und Jugendhilfe hat bereits Kontakt zur Familie aufgenommen. Laut Behörden werden derzeit konkrete Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen geprüft. Aus Gründen des Schutzes der Minderjährigen wurden keine weiteren Details bekannt gegeben.
Gemeinde unter Schock – Spendenaktion gestartet
Die Tat hat in Sooß große Betroffenheit ausgelöst. Bürgermeister Hermann Rauch sprach von einer „schrecklichen Gewalttat“, die die gesamte Gemeinde tief erschüttere. Für die vier minderjährigen Kinder wurde von der Gemeinde ein Spendenaufruf gestartet.
Femizide in Österreich: Wieder ein tödlicher Fall
Der Fall reiht sich in eine Serie schwerer Gewaltverbrechen gegen Frauen in Österreich ein. Femizide – also Tötungen von Frauen im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld – sorgen regelmäßig für große Betroffenheit und politische Diskussionen. Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, wie gefährlich eskalierende Konflikte im privaten Umfeld werden können.
Ermittlungen laufen weiter
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt führt die weiteren Ermittlungen. Dabei geht es unter anderem um die genaue Tatabfolge, das Motiv sowie die Herkunft der Waffe.
Hilfe für Betroffene von Gewalt
Frauen, die von Gewalt betroffen sind oder sich bedroht fühlen, finden in Österreich rund um die Uhr Hilfe:
- Frauenhelpline: 0800 222 555
- Gewaltschutzzentren: 0800 700 217
- Polizei-Notruf: 133
(fd/apa)