6 Jahre Volksschule

NEOS wollen in Wien testen

(10.02.2026) In Österreich gehen Kinder vier Jahre lang in die Volksschule, danach werden sie in Gymnasium oder Mittelschule aufgeteilt. Das soll sich ändern, zumindest schlagen das die NEOS jetzt vor. In einem Interview mit „Wien heute“ sagt Bildungsminister Christoph Wiederkehr, er könne sich vorstellen, die Volksschulzeit um zwei Jahre zu verlängern. Die Aufteilung nach nur vier Jahren sei zu früh und wäre eine „Belastung für alle Beteiligten“, dem könnte mit den zwei zusätzlichen Jahren in der Volksschule entgegengewirkt werden. Durch die zusätzlichen Volksschuljahre sollen ebenso Bildungsbenachteiligungen reduziert werden, ohne aber leistungsstärkeren Kindern zu schaden.

Zustimmung aus der Politik

NEOS-Parteichefin Beate Meinl-Reisinger unterstützt den Vorschlag von Wiederkehr. Neu ist die Idee für eine verlängerte Volksschulzeit aber nicht. Die Überlegungen dafür wurden bereits 2004 von Jörg Haider (FPÖ) in einem STANDARD Interview gutgeheißen. Auch Erwin Pröll und Josef Pühringer von der ÖVP oder, damals noch Grünen-Chef, Alexander Van der Bellen waren einer längeren Volksschulzeit gegenüber positiv gestimmt.

Testmodell Wien

Bildungswissenschafter Stefan Hopmann sieht die Überlegungen der NEOS ebenfalls als einen guten Schritt. "Was immer dazu beiträgt, den Zeitpunkt der Trennung nach hinten zu verlagern, ist positiv", sagt er und merkt an, dass man nach vier Jahren Schulzeit noch nicht sagen kann, wo Stärken und Möglichkeiten von Kindern liegen. In Berlin und auch in vielen anderen EU-Ländern sind sechs Jahre Volksschulzeit bereits die Norm. Österreich ist mit vier Jahren also eher die Ausnahme. Besonders für Kinder und Eltern sollen die zwei zusätzlichen Jahre eine Entlastung sein. Nicht alle Familien haben die Möglichkeit, ein Elternteil über längere Zeit zu Hause zu lassen, um Privatnachhilfelehrer oder -lehrerin zu sein, dabei könnte eine verlängerte Volksschulzeit helfen.

Bildungsstadträtin Bettina Emmerling von den NEOS möchte Wien als Testmodell für längere Volksschuljahre bereitstellen. Im Interview mit „Wien heute“ sagt sie, dass die Trennung von Zehnjährigen in gute und schlechte Schüler nachweislich nicht förderlich sei. „Wir haben in Wien immer gesagt, wir stehen bereit, so eine Modellregion zu sein. Die Diskussion um die Gesamtschule ist ja leider sehr festgefahren,“ so Emmerling. Auch auf Bundesebene sind Modellregionen vorgesehen, die wissenschaftlich begleitet werden sollen.

Diese beiden zusätzlichen Jahre müssten aber pädagogisch gut genützt werden und dürften nicht dazu dienen, die Aufteilung der Kinder einfach nach hinten zu verschieben. Zusätzlich zu den beiden Volksschuljahren bräuchte es entsprechende Ressourcen und pädagogische Begleitmaßnahmen.

(ts)

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