6 Tote bei Brand in Linienbus

Feuerdrama in der Schweiz

(11.03.2026) Bei einem verheerenden Brand in einem Linienbus sind in der Schweiz sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens vier weitere wurden verletzt, berichtete die Polizei im Kanton Freiburg. Drei Personen hatten sich am Abend noch in kritischem Zustand befunden. Auch ein Rettungssanitäter wurde bei dem Einsatz in der Ortschaft Kerzers verletzt. Die Identifizierung der Toten könnte laut Polizeiangaben von Mittwochfrüh mehrere Tage dauern.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren. Die Behörden im Kanton Freiburg im Westen der Schweiz wollen um 14.00 Uhr auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren. Das völlig ausgebrannte Wrack des Busses wurde in der Nacht geborgen. Nach umfangreicher Spurensuche wurde die Straße mitten im Ort Mittwochfrüh wieder freigegeben.

Berichte über verschüttetes Benzin

In Sozialen Medien waren dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus zu sehen. Das Gefährt stand lichterloh in Flammen und brannte völlig aus. "Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein", hatte die Polizei am späten Abend mitgeteilt. Sie wollte sich zunächst nicht dazu äußern, ob es sich um einen Terroranschlag handelte.

Medien berichteten nach Aussagen von Augenzeugen, dass sich im Bus jemand mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet hatte. Diese Informationen lagen der Polizei vor, wie eine Sprecherin in der Nacht sagte. Sie würden geprüft. Die Polizei bat weitere Zeugen, die das Geschehen beobachteten, sich zu melden. Bestätigen könne sie das aber zunächst nicht.

Der Bus des Unternehmens Postauto verkehrte auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdigen und Kerzers. Postauto verbindet in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern. Der Brand sei kurz vor der Endstation in Kerzers ausgebrochen. Der Freiburger Staatsrat und Bundespräsident Guy Parmelin sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Erst in der Silvesternacht hatte es in der Schweiz ein schweres Unglück gegeben. Bei einer Silvesterparty war in einer Bar im Skiort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. 41 Menschen kamen ums Leben.

Viele offene Fragen

Die Polizei konnte zunächst keine Angaben zur Zahl der Passagiere im Bus machen oder ob der Lenker unter den Opfern war. Die Identifizierungen seien im Gang. Auch ob die Person, die den Brand möglicherweise gelegt hatte, unter den Opfern ist, blieb zunächst offen.

In sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel.

(apa/mc)

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