Alle Preise steigen!
Schuld ist der Iran Krieg
(07.04.2026) Die Preise für Kaffee, Tee und Kakao sind im Großhandel in Österreich im März deutlich gestiegen. Haupttreiber sind die massiv gestiegenen Energiekosten – mit spürbaren Folgen für Konsumenten.
Zweistellige Preissprünge bei Genussmitteln
Besonders stark verteuerten sich im März Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze. Laut Statistik Austria lag das Plus hier bei 12,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Noch stärker fiel der Anstieg bei Uhren und Schmuck aus, die um 15,7 Prozent zulegten. Auch Technikprodukte sowie Rohstoffe verzeichneten deutliche Preissprünge. Der Großhandelspreisindex gilt als wichtiger Frühindikator – die aktuellen Entwicklungen dürften sich daher bald auch im Supermarkt bemerkbar machen.
Energiepreise als zentraler Treiber
Hinter den steigenden Preisen steht vor allem die Entwicklung bei Energie und Treibstoffen.
Im März verteuerten sich:
- Treibstoffe um 27,2 Prozent
- sonstige Mineralölerzeugnisse sogar um 35,6 Prozent
Diese Kostensteigerungen wirken sich entlang der gesamten Lieferkette aus – vom Transport bis zur Produktion.
Auch andere Bereiche betroffen: Neben Lebens- und Genussmitteln wurden auch zahlreiche andere Warengruppen teurer:
- Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik (+11,3 %)
- Nicht-Eisen-Metalle (+9,7 %)
- Blumen und Pflanzen (+7,6 %)
- Holzprodukte (+6,9 %)
Die breite Streuung zeigt, wie stark die Preisentwicklung derzeit die gesamte Wirtschaft betrifft.
Gleichzeitig sinken einige Preise
Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends gab es auch Rückgänge. Besonders deutlich verbilligten sich:
- Getreide, Saatgut und Futtermittel (−14,9 %)
- Häute und Leder (−3,4 %)
- Bürobedarf (−2,7 %)
Diese Entwicklungen dämpfen den Preisanstieg insgesamt etwas – können ihn aber nicht ausgleichen.
Globale Entwicklung verstärkt den Trend
Auch international steigen die Lebensmittelpreise weiter. Laut FAO lag das Plus im März bei 2,4 Prozent. Ein zentraler Faktor ist der Iran-Konflikt, der die Energiepreise massiv nach oben treibt. Seit Beginn der Eskalation ist der Ölpreis der Sorte Brent um mehr als 50 Prozent gestiegen.
Auswirkungen für Verbraucher
Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das: Die aktuellen Großhandelspreise werden sich mit Verzögerung auch im Alltag bemerkbar machen – insbesondere bei Produkten wie Kaffee, Schokolade oder Gewürzen. Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung noch länger anhalten könnte. Energiepreise bleiben dabei der entscheidende Faktor.
Teurer Alltag zeichnet sich ab
Die aktuellen Zahlen zeigen klar: Steigende Energiepreise wirken sich zunehmend auf Lebensmittel und Konsumgüter aus. Besonders Produkte wie Kaffee, Tee und Kakao könnten schon bald spürbar teurer werden – und das dürfte erst der Anfang sein.
(fd/apa)