Altach träumt von Cup-Titel

Sensationell im Finale

(05.03.2026) Red Bull Salzburg muss auf den 10. Titel im Fußball-ÖFB-Cup zumindest ein weiteres Jahr warten. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor am Mittwoch mit einem Heim-0:1 gegen SCR Altach im Halbfinale ein großes Saisonziel vorzeitig aus den Augen. Während der Trainerwechsel zu Daniel Beichler noch nicht den gewünschten Effekt gebracht hat, könnte es für die Vorarlberger unter Ognjen Zaric nicht besser laufen. Schon der Einzug ins Finale ist für den Club aus dem Ländle historisch.

"Eine Riesenfreude. Ich bin mega, mega stolz auf die Mannschaft, vor allem über die Art und Weise, wie sie gespielt hat", sagte Zaric. Auch im sechsten Pflichtspiel unter seiner Führung gab es keine Niederlage, nach Meister Sturm Graz im Viertelfinale wurde der nächste Spitzenclub bezwungen. Beeindruckend war vor allem, wie das gelang. Auf eine reine "Mauertaktik" wie Hartberg beim 0:0 in der Liga zuletzt in Salzburg zu setzen, war kein Thema. "Die Mannschaft hat perfekt verteidigt, den Plan, den ich ihnen mitgegeben habe, super umgesetzt und absolut verdient gewonnen", resümierte der 37-Jährige.

Altacher "wollen jetzt den Pokal"

Bemängeln musste er nur die Chancenverwertung. Mohamed Ouedraogo und Ousmane Diaware scheiterten vor der Pause, wie in der Anfangsphase auch Salzburgs Moussa Yeo, am Aluminiumgehäuse. Zum Matchwinner avancierte Lukas Jäger (45.+2) mit einem perfekt gesetzten Kopfball infolge eines Corners von Patrick Greil am Ende einer mehrminütigen Drangperiode der Gäste. "Es ist ein Wahnsinn, ein unheimlich geiles Gefühl, gegen Salzburg ins Finale zu kommen", meinte Vesel Demaku. Sein Kollege hat schon Lust auf mehr. "Jetzt wollen wir den Pokal", tönte Mike Bähre.

Mit Blick auf die Frühjahrsleistungen muss der Altacher Aufstieg nicht als Sensation eingestuft werden. "Die Leistung kommt nicht von ungefähr", unterstrich auch Demaku. Die Altacher holten 2026 mit acht Punkten in vier Spielen die meisten in der Liga. "Ich habe den Spielern mitgegeben: 'Wir sind Erster in der Frühjahrstabelle, zeigt das heute, glaubt an euch, an einem Toptag ist alles möglich''', verriet Zaric. Diese Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. "Wir haben eine unheimlich breite Brust", betonte Demaku. Das ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis.

"Nur kurz anstoßen" wegen Liga-Aufgabe

"Die Mannschaft ist ein extrem starkes Kollektiv, jeder gibt für jeden alles", meinte Zaric. Dem konnte auch Bähre nur zustimmen: "Unsere Defensive ist brutal stark, jeder beißt sich die Zähne aus." Unter Zaric kassierte Altach nur drei Gegentore. Auch deshalb darf der nur einen Zähler hinter Rapid Siebente am Sonntag noch von der Meistergruppe träumen. In Graz geht es aber gegen Sturm. Deshalb blieben große Feierlichkeiten aus. "Die Spieler dürfen jetzt kurz anstoßen, das wird aber diszipliniert ablaufen und im Rahmen bleiben", kündigte Zaric an. Er hat den nächsten "großen Coup" im Visier.

Die Salzburger müssen hingegen vor dem Schlager bei Rapid Wunden lecken. "Es tut schon sehr weh, wir fallen jetzt aber nicht in eine Depression", sagte Frans Krätzig. "Es ist klar, dass wir am Sonntag mit dem Messer zwischen den Zähnen am Platz stehen werden, denn die Tabellenführung wollen wir unbedingt behalten", verlautete Tormann Alexander Schlager. Seinen Ärger konnte er nicht verbergen. "Wir stehen zurecht da wie die Vollidioten."

"Riesige Enttäuschung" bei Beichler

Ausgerechnet durch eine Standardsituation, vor denen man im Vorfeld gewarnt wurde, habe man das Gegentor kassiert. "Wir sind in den letzten 20 Minuten vor der Pause schlampig geworden, waren da im Wanken", sagte der ÖFB-Teamgoalie. Statt nach der Trennung von Thomas Letsch das Ruder herumzureißen, droht die nächste titellose Saison. Im Cup gehen die "Bullen" zum vierten Mal in Folge leer aus. "Diese Niederlage kann für die weitere Saison eine Riesenmöglichkeit sein, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht", meinte Beichler, der von einer "riesigen Enttäuschung" sprach.

Schon nach dem Hartberg-Spiel war die Anfangseuphorie durch das 5:1 beim LASK im Salzburger Lager verflogen. Nun folgte ein herberer Rückschlag. "Schon nach dem 5:1 habe ich gesagt, dass es ein Prozess sein wird, der dauern wird", erinnerte Beichler. Zufrieden war er mit seiner Truppe nur in den ersten 25 Minuten. Danach habe es an der nötigen "Schärfe und Aggressivität" gefehlt. Die Jungs seien auch "zu ungeduldig" gewesen, auch dadurch seien "einfache Fehler" passiert. Der Coach sei nun als Psychologe gefragt, "um die Mannschaft wieder aufzubauen."

(apa/mc)

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