Babler kritisiert ORF-Gehälter

Kratky weiter an der Spitze

(31.03.2025) Der ORF hat seinen jährlichen Transparenzbericht veröffentlicht, der zeigt, dass Ö3-Moderator Robert Kratky mit einem Jahresgehalt von rund 472.700 Euro weiterhin der Spitzenverdiener ist. Sein Gehalt stieg um fast 30.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz drei landet ORF-Chef Roland Weißmann mit etwa 427.500 Euro. Pius Strobl ist der zweite in der Liste mit rund 451.700 Euro (APA).

Zahl der Spitzenverdiener gestiegen

Insgesamt müssen die Gehälter von 71 ORF-Mitarbeiter:innen, die mehr als 170.000 Euro jährlich verdienen, offengelegt werden. Das sind 13 Personen mehr als im Vorjahr. Die Grenzen zur namentlichen Offenlegung ändern sich nicht, während die Gehälter wachsen. Diese Gruppe macht weniger als zwei Prozent der Belegschaft aus. Der ORF verspricht weitere Sparmaßnahmen, nach Einsparungen von 20 Millionen Euro im Vorjahr.

Medienminister Andreas Babler fordert Maßnahmen gegen die hohen Gehälter im ORF. Er stellt das Verhältnis von Spitzengehältern zu möglichen Leistungskürzungen infrage. Der ORF plant ein Sparpaket von 325 Millionen Euro bis 2026 und hat einen eingefrorenen monatlichen Beitragsbetrag von 15,30 Euro bis 2029. Diese Nicht-Valorisierung bedeutet fehlende Einnahmen von etwa 220 Millionen Euro.

Auch Nebeneinkünfte wurden im Bericht offengelegt. Andreas Knoll, Moderator, hat die höchsten Nebeneinkünfte mit monatlich 9.800 Euro. Armin Wolf verdient zusätzlich 7.500 Euro monatlich. Kratky hat vergleichsweise geringe Nebeneinkünfte von 1.750 Euro monatlich.

Die Werbeeinnahmen verantworten einen wesentlichen Teil der Einnahmen. ORF 2 führt mit ca. 76 Millionen Euro, gefolgt von Ö3 mit rund 50 Millionen Euro und ORF 1 mit rund 47 Millionen Euro.

(fd/apa)

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