Corona-Ampel in Salzburg auf Rot

Erstes Bundesland seit langem

(16.09.2021) Auch wenn der Anstieg der Corona-Infektionen moderat ist, geht es im ganzen Land nach oben. Das bildet sich auch auf der Corona-Ampel ab. Erstmals seit vielen Wochen ist mit Salzburg wieder ein Bundesland in der "roten Zone" angelangt. Das heißt, im Bundesland herrscht sehr hohes Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Die übrigen Länder sind wie der Gesamtstaat mit Ausnahme des Burgenlands, wo mittleres Risiko und damit Gelb gilt, orange, es gibt also hohes Risiko.

Das Burgenland ist auch bei der risikoadjustierten Sieben-Tages-Bilanz, die neben der Fallzahl auch Faktoren wie Alter der Patienten bemisst, als einziges Bundesland unter dem Wert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Salzburg hat mit 223,3 hauchdünn vor Wien (223,1) den schlechtesten Wert. Bei der für die Farbgebung nun wichtigen Risikozahl ist Salzburg nach Informationen der APA als einziges Land über 100 und daher rot. Wien ist mit 91,5 auch schon gefährdet. Auf der anderen Seite sind Kärnten und die Steiermark nur knapp über der Grenze zum mittleren Risiko.

Niedrig blieb vergangene Woche die Zahl der Tests mit Ausnahme Wiens, wo auf 100.000 Einwohner rund 54.000 Tests kamen. Zudem wird in der Bundeshauptstadt besonders oft der verlässlichere PCR-Test angewandt. Dies dürfte ein Hinweis darauf sein, warum in Wien die Zahl der asymptotischen Fälle mit 54 Prozent weit über dem Bundesschnitt von 36 Prozent liegt. Die anderen Länder sind im Test-Bereich bei 30.-40.000 - Ausnahme Tirol mit nur noch knapp 12.000. Abgeklärt wurden 63 Prozent der Infektionsfälle.

Die höchste Inzidenz hatte zuletzt Krems/Donau mit gut 346 vor Braunau mit 336. Gesamt lagen rund 15 Gemeinden über einer Inzidenz von 200. Der Bezirk Jennersdorf im Südburgenland hat mit rund 29 den besten Wert.

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