Drohnenangriff auf Zypern
Auf britische Militärbasis
(02.03.2026) Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt. Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an Militäreinsätzen beteiligen.
"Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen", erklärte Christodoulides in einer Stellungnahme. Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern sei in der Nacht von einer unbemannten Shahed-Drohne getroffen worden, teilt der Präsident mit. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
Einschlag auf dem Flugfeld
Demnach schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld der Basis ein, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm signalisiert. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei "geringer Sachschaden" entstanden. Das zypriotische Nachrichtenportal "Politis" veröffentlichte Videoaufnahmen von außerhalb des Stützpunkts. Darauf seien deutlich Alarmsirenen zu hören gewesen.
Warnung vor möglichen weiteren Einschlägen
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahe gelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend zypriotische Nachrichtenportale. Großbritannien unterhält auf Zypern zwei souveräne Stützpunkte.
Zyperns Regierung weist Berichte über iranische Raketen zurück
Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Warnung aus London
Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte vor der Gefahr "zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe" gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.
Britischer Militäreinsatz in der Region
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Die Einheiten starteten Healey zufolge unter anderem in Bahrain sowie auf Zypern.
(apa/mc)