Ed Sheeran kickt Macklemore
Wegen Free-Palestine-Sager
(16.09.2026) Nach seinen propalästinensischen Äußerungen als Opening Act von Ed Sheeran wurde Macklemore von der restlichen Loop-Tour ausgeschlossen. Sheeran geriet deswegen unter Druck vom Veranstalter und fürchtete, sein apolitisches Bild zu verlieren.
Sheeran cancelt Macklemore
Sheeran und Macklemore haben laut Macklemore schon länger als ein Jahrzehnt eine freundschaftliche Vergangenheit. Nun war geplant, dass Macklemore für eine Tour lang als Opening Act für Ed Sheeran auftritt. Wegen Macklemores propalästinensischen Aussagen bei den ersten zwei Konzerten der Tour befand sich Sheeran zuletzt in einer Zwickmühle.
Veranstalter drohten Sheeran
Laut Macklemore, der einen 12-Slides-starken Post auf Instagram veröffentlichte, wurde Sheeran vom Veranstalter Robert Kraft der Kraft-Gruppe gedroht, dass er nicht in Krafts Veranstaltungsorten auf seiner Loop-Tour Ende des Monats auftreten dürfe, wenn Macklemore dabei wäre. Er habe auch andere Veranstalter zu einer kollektiven Forderung mit ins Boot geholt.
Sheeran habe sich daraufhin in einer schwierigen Situation befunden, so Macklemore. Die Entscheidung: Sheeran und sein Team schmeißen Macklemore bei der Tour raus.
Macklemores Ton im Post ist versöhnlich, aber er gibt klar zu erkennen, dass für ihn Musik sehr wohl politisch ist, obwohl er verstünde, wenn man sich zu Konflikten nicht äußern wolle, wie es Sheeran bis zuletzt nicht tat.
Macklemore bleibt hartnäckig
Des Weiteren spekulierte Macklemore über den Zeitpunkt des Aufschreis. Er habe bereits seit mehreren Jahren politische Ansprachen im Programm. Weil sie nun bei einem Star wie Ed Sheeran ein großes Publikum erreichen können, würde man ihm jetzt den Mund verbieten.
Macklemore wehrt sich partout dagegen. Er kommentiert, dass es, wenn durch sein Auftrittsverbot nun mehr über den Krieg nachgedacht würde, seine erfolgreichste Tour jemals sei, obwohl er keine Konzerte mehr spielen können wird. Auch deshalb entschied er sich, über die Situation zu posten. Mit Erfolg: In den sozialen Medien wird der Ausfall der Konzerte heftig diskutiert.
Ed Sheeran hat sich zu den Vorkommnissen bis jetzt nicht geäußert. Seit Macklemores Post habe er aber über 100.000 Follower auf Instagram eingebüßt.
Sheerans Verantwortung
Macklemores zwei Auftritte mit Ed Sheeran waren bereits vor der jetzigen Aufhebung der Partnerschaft Objekt heftiger Diskussionen. Pink hatte sich zu den Konzerten öffentlich geäußert. Sie forderte eine Rückerstattung für Konzertbesucher und eine Entschuldigung von Ed Sheeran. Die Leute würden schließlich nicht zu einem Konzert kommen, um sich politische Botschaften von einem Opener anzuhören.
Pink reagiert
Pink hat sich seitdem erneut zu Wort gemeldet, diesmal deutlich beschwichtigender. Sie bereut, die Worte jemandes anderen weiterveröffentlicht zu haben. Zudem habe sie als Jüdin nicht für die israelische Regierung geworben oder gesprochen.
Im Internet werden die verschiedenen Positionen momentan jedenfalls aufgeheizt debattiert. Besonders interessant sind dabei die Fragen, ob man sich als Künstler politisch äußern dürfen soll, beziehungsweise inwiefern ein Main Act für die Aussagen seines Openers verantwortlich ist.
Sheeran scheint jedenfalls seine Rolle als apolitischer Hitmacher zwangsweise verloren zu haben, ob er sich nun zu den Vorfällen äußert oder nicht.
(mm)