Es geht um Ende des Kriegs

Treffen zwischen USA und Iran

(15.04.2026) Die USA und der Iran haben laut einem Reporter des Nachrichtenportals Axios Fortschritte bei Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gemacht. Beide Seiten hatten sich bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen angenähert, schrieb der Reporter am Mittwoch auf X. Die USA und der Iran hätten sich grundsätzlich auf ein neues Treffen verständigt, berichtete auch das "Wall Street Journal". Über Zeitpunkt und Verhandlungsort sei noch nicht entschieden worden.

Pakistan betätigt sich weiter als Vermittler im Iran-Krieg. Das iranische Außenministerium teilte staatlichen Medien zufolge mit, dass am Mittwoch eine pakistanische Delegation erwartet werde, die Botschaften aus den USA überbringen solle. Ein Datum für eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Teheran und Washington stehe jedoch noch nicht fest, berichtete die Agentur MEHR. Seit der Rückkehr der iranischen Delegation aus Pakistan am Samstag laufe der Austausch weiter.

Es geht um ein Ende des Kriegs

Bei den Gesprächen gehe es um ein vollständiges Ende des Krieges, die Aufhebung von Sanktionen sowie um Entschädigungen für US-israelische Angriffe auf den Iran. Berichte über eine Verlängerung der Waffenruhe bestätigte das Ministerium nicht.

Wie ein US-Insider mitteilte, hat Washington einer Verlängerung der Waffenruhe noch nicht offiziell zugestimmt. "Es gibt weiterhin Gespräche zwischen den USA und dem Iran, um eine Einigung zu erzielen."

Unterdessen berieten der Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge über eine Deeskalation des Konflikts. Das seltene Telefonat fand vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen statt. Die VAE verurteilten iranische Attacken auf Golfstaaten als Terrorakte und forderten eine bedingungslose Öffnung von Hormuz.

Sharif reist zu Vermittlerstaaten

Zuvor war Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten aufgebrochen. Der Premier reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Nach den Worten von Erdogan will sich Ankara für eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran einsetzen. Die Türkei arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen zu sichern, sagte Erdogan vor Abgeordneten in Ankara. Die Angriffe Israels auf den Libanon schadeten den Friedenshoffnungen. Das durch die Waffenruhe geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden, erklärte Erdogan weiter.

Teheran droht mit Attacken

Die iranische Militärführung drohte angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen. Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Die Seeblockade durch das US-Militär begann am Montag. Vorgesehen ist, Schiffe zu blockieren, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen. Indes gab es weitere Vermittlungsbemühungen.

Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte das US-Militär mit. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt.

Nach vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will verhindern, dass Teheran Gebühren von Reedereien für die Passage durch die Meerenge erhebt, und zugleich die Öleinnahmen des Landes treffen.

Iran beharrt auf Recht auf Urananreicherung

Mittwochnachmittag beharrte der Iran darauf, dass er das "unanfechtbare" Recht auf Urananreicherung habe. Das Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie dürfe nicht "unter Druck oder durch Krieg entzogen werden", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai am Mittwoch vor Journalisten in Teheran. "Wir insistieren darauf, dass der Iran die Anreicherung entsprechend seinem Bedarf fortsetzen können sollte".

Zugleich betonte Baghai jedoch, "das Ausmaß und die Art der Anreicherung" seien "verhandelbar". Das iranische Atomprogramm ist der zentrale Streitpunkt im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs. US-Medienberichten zufolge fordern die USA eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung, während Teheran vorgeschlagen haben soll, seine nuklearen Aktivitäten für fünf Jahre auszusetzen.

Westliche Staaten werfen dem Iran seit vielen Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. Angereichertes Uran wird für Atomkraftwerke benötigt, ist bei einem hohen Grad der Anreicherung aber auch für Atombomben nutzbar.

(APA/JuF)

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