EU erhöht Druck auf Google
Neue Regelung für Datenteilung
(17.04.2026) Das führende Suchmaschinenunternehmen Google soll künftig seine Daten zu Suchanfragen von Nutzerinnen und Nutzern mit Konkurrenten teilen. Nach Einführung dieser Regel in den USA, fordert dies nun auch die EU. Mit diesem Beschluss sollten Drittanbieter die Chance haben, ihre Suche zu optimieren, Google Konkurrenz zu machen und damit den Wettbewerb zu stärken.
Clare Kelly, Kartellrechtsexpertin bei Google meint: "Hunderte Millionen Europäer vertrauen Google ihre sensibelsten Suchanfragen an - zu ihren privaten Problemen, ihrer Gesundheit, ihrer Familie und ihren Finanzen". Laut EU sollen die Daten nur anonymisiert weitergegeben werden. Nach Schätzungen beherrscht der US-Konzern in Europa mehr als 90 Prozent der Internetsuchen.
Finale Entscheidung im Juli
Die EU-Kommission wirft Google vor, eigene Dienste wie Shopping, Flüge und Hotels in den Suchergebnissen gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzugt zu behandeln, was gegen den Digital Markets Act verstößt, der genau solche Praktiken untersagt und bei Zuwiderhandlung hohe Geldstrafen vorsieht. Insgesamt hat der Konzern seit 2017 bereits mehr als 9 Milliarden Euro an Strafen in Europa zahlen müssen. Stellungnahmen zu den geplanten Maßnahmen können noch bis zum 1. Mai eingereicht werden, während eine endgültige Entscheidung im Juli erwartet wird.
(apa/ls)