Friedhofsmord: Gutachten da!

14-Jährige zurechnungsfähig

(17.04.2026) Jene 14-Jährige, die am 23. Februar am Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing eine 64 Jahre alte Frau mit einem Taschenmesser erstochen haben soll, war zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten einer Kinder- und Jugendpsychiaterin. Aufgrund der somit gegebenen Schuldfähigkeit muss die 14-Jährige mit einer Mordanklage rechnen - die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Mädchen ihr Opfer vorsätzlich getötet hat.

Laut Gutachten stach das Mädchen unter dem maßgeblichen Einfluss einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychischen Störung mehrmals auf die 64-Jährige ein. "Der Sachverständigen zufolge hat sie eine instabile Persönlichkeitsstörung, konnte aber das Unrecht ihrer Tat einsehen", fasste Christoph Zonsics-Kral, der Sprecher des Wiener Landesgerichts, den Kern des Gutachtens zusammen. Das Gutachten besage weiters, "dass die Gefahr besteht, dass sie gleichartige Delikte wieder begehen wird", erläuterte Zonsics-Kral am Freitag auf APA-Anfrage. Aufgrund dieser Gefährlichkeitsprognose spreche sich die Sachverständige im Fall einer Verurteilung für die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum aus, wo die 14-Jährige haftbegleitend therapeutisch und medikamentös behandelt werden kann.

Wie Zonsics-Kral mitteilte, wurde die 14-Jährige bereits Ende März nach Asten verlegt: "Die U-Haft wurde in eine vorläufige Unterbringung umgewandelt."

(apa/mc)

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