Falsche Krebsdiagnose in Linz?
Klinik wehrt sich
(11.03.2026) Rund um das Kepler Universitätsklinikum in Linz (KUK) sorgen Medienberichte über eine angebliche Krebsfehldiagnose aufgrund einer Namenverwechslung für Diskussionen. Das Spital wehrt sich gegen die Vorwürfe und spricht von einer rasch aufgeklärten Verwechslung. Laut Klinik sei zu keinem Zeitpunkt eine Krebsdiagnose gestellt worden.
Berichte über Fehldiagnose
Nach zahlreichen Medienberichten am vergangenen Wochenende über eine mutmaßliche Krebsfehldiagnose reagiert das Kepler Universitätsklinikum in Linz mit einer deutlichen Stellungnahme. In den Berichten war von einer 54-jährigen Frau aus dem Mühlviertel die Rede, die wegen eines Knotens in der Brust zur Untersuchung gekommen sei und zunächst die Nachricht erhalten habe, an Brustkrebs erkrankt zu sein.
Später habe sich jedoch herausgestellt, dass die Befunde zu einer anderen Patientin gehörten. Die Frau und ihr Ehemann überlegen laut Medienberichten, wegen des erlebten Schocks Schadenersatz zu fordern. Das Krankenhaus weist diese Darstellungen zurück.
Rasch aufgeklärte Verwechslung
Laut Angaben des Klinikums sei bereits während eines Gesprächs zwischen Arzt und Patientin aufgefallen, dass die angezeigten Röntgenbilder nicht mit den hinterlegten Patientendaten übereinstimmten. Dadurch sei der Irrtum rasch erkannt worden. „Der Fehler wurde innerhalb weniger Minuten aufgeklärt und mit der Patientin besprochen“, erklärte das Spital auf seiner Website.
KUK weist Vorwurf einer Fehldiagnose zurück
Man bestätigte zwar eine Namensverwechslung im Datensatz, betonte jedoch, dass daraus keine falsche Diagnose resultiert, sei: „Eine solche falsche Diagnose hat es nicht gegeben“, heißt es in der Stellungnahme. Weder sei eine bösartige Erkrankung bestätigt worden, noch habe man der Patientin eine invasive Behandlung in Aussicht gestellt.
Noch am selben Tag sei sie darüber informiert worden, dass keinerlei Hinweise auf eine bösartige Veränderung vorlägen. Auch Darstellungen über angebliche Panik oder einen gesundheitlichen Schock weist das Krankenhaus zurück und spricht von einem ausführlichen klärenden Gespräch mit der Betroffenen.
(apa/mk)