Gletscher schmelzen weiter

39 Prozent Fläche verloren

(21.08.2026) Die Gletscher der Alpen verlieren weiter rasant an Eis. Seit dem Jahr 2000 ist ihre Fläche um 39 Prozent zurückgegangen. Italienische Experten warnen nun vor dramatischen Entwicklungen und beobachten Veränderungen die sie so noch nicht erlebt haben. Schmelzwasser fließt beispielweise regelmäßig dort, wo vor kurzer Zeit noch Eis gewesen ist, immer größere Spalten machen viele Wege gefährlich.

Bis 2050 Alpengletscher unterhalb 3.500 Metern verschwunden

Nach Angaben des World Glacier Monitoring Service sind seit 2000 weltweit durchschnittlich 273 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verloren gegangen. 2025 waren es bereits 408 Milliarden Tonnen. Fachleute erwarten, dass bis 2050 alle Alpengletscher unterhalb von 3.500 Metern verschwunden sein könnten.

Besonders dramatisch ist die Situation am Forni-Gletscher bei Bormio in der Region Lombardei. Laut Glaziologe Claudio Smiraglia ist der Gletscher inzwischen in mehrere Teile zerfallen und hat eine grau-schwarze Färbung angenommen.

Skitourismus spürt Folgen

Die Gletschersituation wirkt sich auch auf den Skitourismus aus, so mussten die Anlagen für den Sommerskilauf aufgrund Schneemangels schließen. Zuvor war der Sommerskibetrieb auch am Matterhorn eingestellt worden.

Null-Grad-Grenze häufig zwischen 4.000 und 5.000 Metern Seehöhe

Mit der Wärme ist man auch in großer Höhe konfrontiert. Hier lag die Null-Grad-Grenze im Sommer häufig zwischen 4.000 und 5.000 Metern. Damit schmilzt selbst die Schneedecke, die die Gletscher eigentlich vor der sommerlichen Wärme schützen sollte.

(APA/MG)

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