Grundwasser viel zu niedrig

Greenpeace schlägt Alarm

(04.05.2026) Die Lage beim Grundwasser in Österreich spitzt sich dramatisch zu: Laut einer aktuellen Analyse von Greenpeace sind rund 70 Prozent der Grundwasserstände deutlich zu niedrig. Besonders alarmierend – bei mehr als jeder zehnten Messstelle wurden historische Tiefststände gemessen.

Besonders betroffen: Oberösterreich, Salzburg und Kärnten

Die Auswertung zeigt ein klares geografisches Muster. Vor allem Oberösterreich, Salzburg und Kärnten sind stark betroffen. In Oberösterreich liegt laut Analyse sogar bei mehr als einem Drittel der Messstellen der niedrigste Wasserstand für Ende April seit Beginn der Aufzeichnungen vor.

AGD_20260504_AGD0008HR

Die aktuelle Lage

Auch in Salzburg und Kärnten zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort sind ein Viertel beziehungsweise rund ein Fünftel der Messstellen auf historischen Tiefständen. Insgesamt wurden 227 Messstellen in ganz Österreich ausgewertet – das Ergebnis ist für Experten ein deutliches Warnsignal.

Dürre Winter und trockener Frühling als Hauptursache

Grund für die kritische Situation ist vor allem die anhaltende Trockenheit. In fünf der vergangenen sechs Monate fiel laut Greenpeace deutlich zu wenig Niederschlag. Teilweise wurde nur ein Drittel der üblichen Regen- und Schneemengen erreicht. Selbst ein vergleichsweise nasser Februar konnte das Defizit nicht ausgleichen. Der darauffolgende Frühling entwickelte sich erneut ungewöhnlich trocken.

Für Experten ist klar: Solche Wetterlagen sind keine Ausnahme mehr, sondern werden durch den Klimawandel zunehmend zur Regel.

Grundwasser als zentrale Lebensader in Gefahr

Grundwasser ist die wichtigste Trinkwasserquelle in Österreich und spielt gleichzeitig eine zentrale Rolle für Landwirtschaft und Industrie. Sinkende Pegel bedeuten daher nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein wirtschaftliches Risiko. Wenn sich die Situation weiter verschärft, könnten langfristig Versorgungssicherheit und Ernten betroffen sein.

Greenpeace fordert Schutzmaßnahmen

Die Umweltschutzorganisation fordert von der Bundesregierung konkrete Schritte. Im Fokus steht ein sogenanntes Wasserentnahme-Register, das bereits im Regierungsprogramm vorgesehen ist. Damit soll erstmals transparent gemacht werden, wie viel Grundwasser tatsächlich von Industrie und Landwirtschaft genutzt wird. Aktuell fehlen laut Greenpeace verlässliche Daten. Zudem warnt die NGO vor möglichen Lockerungen des EU-Wasserschutzrechts. Eine Abschwächung der bestehenden Regeln wäre aus ihrer Sicht ein „fataler Fehler“.

Regierung verweist auf Investitionen und neue Studien

Das zuständige Landwirtschafts- und Umweltministerium betont hingegen laufende Maßnahmen. Demnach wurden kürzlich hunderte Wasserprojekte genehmigt, um Infrastruktur, Speicher und Versorgungssysteme auszubauen. Zusätzlich läuft eine umfassende Studie zum Thema „Wasser im Klimawandel“, die gemeinsam mit Bundesländern und Wissenschaftsteams durchgeführt wird. Ziel ist es, die Datengrundlage für zukünftige Entscheidungen zu verbessern. Auch ein Trinkwassersicherungsplan wurde bereits vorgestellt.

„Deutliches Warnsignal der Klimakrise“

Die Grünen sehen dennoch großen Handlungsbedarf. Sie kritisieren den Kurs der Bundesregierung als zu wenig ambitioniert und fordern ebenfalls mehr Transparenz bei der Wassernutzung. Die aktuellen Messwerte seien kein Ausreißer, sondern ein klares Zeichen für die Auswirkungen der Klimakrise.

(fd/apa)

Mutter sperrt Tochter ein!

Attendorn: 7 Jahre lang isoliert!

Wieder Toter E-Scooter Fahrer

Bursch (16) liegt tot im Gebüsch

Postenschacher-Urteil!

Wöginger tritt zurück

Doppel-Mord!

Tochter findet Eltern tot im Haus!

Angriff auf US-Schiffe!

Geleitschutz für Frachter?

Prada-Film stürmt Charts

Millionen-Einnahmen

Stmk: Gasgrill explodiert

48-Jähriger schwer verletzt

Ö: Arbeitslosigkeit steigt

Fast 400.000 ohne Job