ICE erschießt Mexikaner
Opfer lebte seit 35 Jahren in USA
(08.07.2026) In Houston (Texas) hat am Dienstag ein Mitarbeiter der amerikanischen und umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE einen Mexikaner während einer Fahrzeugkontrolle erschossen. Nach Angaben der Familie vom Opfer Lorenzo Salgado, hat er seit fast 35 Jahren in den USA gelebt und gearbeitet. Laut US-Heimatschutzministerium habe der Mann allerdings versucht, sich der Festnahme zu entziehen.
Salgado soll gemäß dem Ministerium das ICE-Einsatzfahrzeug gerammt und mehrfach mündliche Anweisungen des Beamten ignoriert haben. Zusätzlich soll er versucht haben, den Mitarbeiter mit seinem Auto zu überfahren, woraufhin dieser seine Dienstwaffe gezogen haben soll. Nach dem Abschuss ist Salgado ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht worden. Dort stirbt er aufgrund seiner Verletzungen.
Der Sohn des Opfers gab auf Facebook an, dass Salgado ein “hart arbeitender mexikanischer Vater” sei und dass er das nicht verdient habe. Er habe seit 35 Jahren in diesem Land gelebt und auf dem Bau gearbeitet, um für seine Familie zu sorgen.
Nicht der erste tödliche Vorfall
Schon im Jänner kam es zu tödlichen Schüssen während Kontrollen von ICE-Mitarbeitern, bei dem US-Bürger*innen Renee Good und Alex Pretti ums Leben kamen. Diese zwei Vorfälle in Minneapolis hatten massive Proteste gegen Trumps Einwanderungspolitik und -behörde zur Folge.
(APA/ve)