Industriestrompreis für uns?
Grüne fordern billig Strom!
(08.01.2026) Fünf Cent je Kilowattstunde, das könnte den Betrieben im Land Aufschwung bringen. Auch die Industriellenvereinigung steht voll hinter dem Vorschlag. Die Grünen fordern einen Industriestrompreis nach deutschem Vorbild, um die heimische Industrie zu entlasten. Um die Maßnahme zu finanzieren, soll die Regierung Subventionen für fossile Energien drosseln, erklärte Grünen-Chefin Leonore Gewessler in einer Pressekonferenz am heutgen Donnerstag.
"Für die heimischen Betriebe wird's immer schwieriger, sich am internationalen Markt wettbewerbsfähig zu behaupten, und das gefährdet am Ende Jobs und Unternehmen in Österreich", so Gewessler. Hohe Strompreise würden die energieintensive Industrie belasten, Produkte teurer machen und Unternehmen gefährden. Die Industrie werde sich nur dann von fossilen Brennstoffen lösen, wenn Stromkosten den Gaspreis schlagen.
Industriestrompreis soll Wirtschaft stärken
"Ein Industriestrompreis ist ein entscheidender Schritt, mit dem wir wieder faire Wettbewerbsbedingungen schaffen können. Das bringt die heimischen Betriebe spürbar nach vorne, sichert 100.000 Arbeitsplätze und hilft uns doppelt, wenn wir auch noch die Gegenfinanzierung sinnvoll aufstellen und endlich unsinnige, klimaschädliche Förderungen angehen", betonte Gewessler. Ein Industriestrompreis von fünf Cent je Kilowattstunde würde bei einer analogen Umsetzung zu Deutschland jährlich rund 400 Mio. Euro kosten. Ein Ende des Dienstwagen- und Dieselprivilegs könne laut den Grünen die Kosten finanzieren.
Bei der Einführung eines Industriestrompreises könne man sich laut den Grünen an Deutschland orientieren. Deutschland beabsichtigt, einen Industriestrompreis von fünf Cent je Kilowattstunde einzuführen, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Die Kosten soll der Klima- und Transformationsfonds tragen.
(fd/apa)