Lawrence will Beauty-OP
Botox und Wangenfett-Entfernung
(09.10.2026) In einem Interview mit der "Vogue" hat Hollywood-Star Jennifer Lawrence ungewöhnlich offen über Beauty-Behandlungen gesprochen. Nach eigenen Angaben lässt sich die 36-Jährige "Baby-Botox" spritzen, ihre natürliche Mimik möchte sie auf diese Weise erhalten. Außerdem äußert sie den Wunsch, sich das Wangenfett mit einem sogenannten "Buccal-Fat-Removal" entfernen zu lassen. Der Dermatologe Dr. Afschin Fatemi erklärt, was hinter diesen Eingriffen steckt.
Das sogenannte "Baby-Botox" ist kein eigenes medizinisches Verfahren, sondern eine Behandlung mit einer geringeren Dosierung von Botulinumtoxin, bekannt als Botox. Durch die geringere Dosierung sollen bestimmte Muskeln gezielt entspannt und damit mimische Falten verringert werden.
Der Wunsch die Mimik zu erhalten ist gerade bei Schauspielerinnen wie Jennifer Lawrence nachvollziehbar. Eine individuell angepasste Dosierung und Platzierung sind essentiell, zu viel Botox kann zu unnatürlichen Veränderungen der Mimik führen. Das Botulinumtoxin hat vor allem eine glättende Wirkung bei Falten, ist aber nicht mit einem Volumenaufbau und einer Veränderung der Gesichtsform zu verwechseln.
Wesentlich invasiver ist das sogenannte "Buccal-Fat-Removal". Dabei handelt es sich um die operative Entfernung von Fettpolstern aus dem tiefen Wangenbereich. Durch den Eingriff kann die optische Erscheinung der Wangen verschmälert werden und die Konturen der Wangenknochen werden stärker hervorgehoben.
Jedoch ist ein solcher Eingriff zurückhaltend zu beurteilen, denn das Gesicht verändert sich automatisch mit dem zunehmendem Alter. Durch die Alterung verteilt sich das Unterhautfett neu und die Spannkraft von Bindegewebe und Haut lässt nach, wodurch das Gesicht natürlicherweise konturierter und schmäler wirkt. Die frühzeitige Entfernung von Wangenfett kann jedoch dazu führen, dass das Gesicht im späteren Lebens eingefallen aussieht. Außerdem lässt sich entferntes Fett nicht einfach wieder zurückholen, daher sollten solche Eingriffe gut durchdacht sein.
Die 36-jährige Schauspielerin beschreibt ihre Wangen als zu groß, wodurch sich zeigt wie stark die Schönheitsideale die Selbstwahrnehmung verändern. Ein rundlicheres Gesicht kann jugendlich und weich wirken, während markantere Konturen mit Reife und Attraktivität assoziiert werden.
Ein solcher Eingriff erfordert außerdem eine medizinische Abklärung, ob überschüssiges Wangenfett vorhanden ist und ein gewünschtes Ergebnis erzielt werden kann. Die Fettverteilung, Hautqualität, Knochenstruktur und genetische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle ob eine Fettentfernung die runde Gesichtsform sinnvoll verändern kann.
Trotz des Wunsches zu einer operativen Veränderung, erklärt Jennifer Lawrence dass sie erkennbar und beweglich bleiben möchte. Bei ästhetischen Eingriffen sollte es der Maßstab sein nur das gezielt zu behandeln, was tatsächlich als störend empfunden wird. Gerade bei operativen Eingriffen ist es wichtig zu prüfen ob der erwartete Nutzen eine dauerhafte Veränderung rechtfertigt.
Durch Schönheitseingriffe kann das persönliche Wohlbefinden gesteigert werden, jedoch sollte es nicht das Ziel sein, einen bestimmten Promi-Look nachzueifern.
(ep)