Mann überlebt Pythonattacke

Angriffe nehmen zu

(26.05.2025) In Indonesien hat ein Mann den Angriff einer mehr als fünf Meter langen Python überlebt. Die Schlange habe den 63-jährigen Imam einer Moschee auf der Insel Sulawesi ohne Vorwarnung angegriffen, meldete die Nachrichtenseite Detik.com. Das Opfer sei am Wochenende zusammen mit seinem Sohn und anderen Verwandten im Bezirk Polewali Mandar in einem Wald unterwegs gewesen, um Feuerholz zu sammeln, als das Tier plötzlich attackierte, wurde der Sohn des Mannes als Augenzeuge zitiert.

Frauen im Bauch von Pythons gefunden

In den vergangenen Jahren gab es in Indonesien mehrere tödliche Pythonattacken. Erst 2024 waren zwei Frauen innerhalb eines Monats den Würgeschlangen zum Opfer gefallen. Sie wurden beide auf Sulawesi im Bauch von riesigen Exemplaren gefunden.

Beim jüngsten Angriff hatte sich die Python im Unterholz hinter niedrigen Ästen versteckt. Wegen des hohen Grases in dem Gebiet sei sie nicht zu sehen gewesen, hieß es. "Die Schlange hat ihn in den Arm gebissen, aber er konnte sich befreien", erzählte der Sohn.

Mit Machete erschlagen

Pythons gehören zu den größten Würgeschlangen Afrikas und Asiens. Normalerweise umschlingen und erdrücken sie ihre Beute. Dabei können sie sogar extrem große Tiere wie Wildschweine, Hirsche oder Krokodile verspeisen - und sogar Menschen. Pythons sind ungiftig, verfügen aber über ein kräftiges Gebiss mit zahlreichen spitzen Zähnen, das sie zum Festhalten und Verschlucken der Beute brauchen.

Die Schlange habe nach dem ersten fehlgeschlagenen Angriff erneut nach dem Imam geschnappt, hieß es weiter. Dieser habe jedoch seine Machete gezogen und dem Tier mehrere schwere Schläge unter anderem in den Hals versetzt, bis die Python tot war.

Angriffe nehmen zu

Im weltgrößten Inselstaat Indonesien leben einige der größten Schlangen der Welt. Es gibt Dutzende Pythonarten, von kleinen bis zu mehrere Meter langen Exemplaren. Als größte gilt die Netzpython, die mehr als sechs Meter erreichen kann. Um welche Art es sich bei dem Angriff handelte, wurde nicht bekannt. Naturschützern zufolge nehmen gefährliche Zusammentreffen mit den Tieren zu, weil ihr Lebensraum wegen der Abholzung der Wälder immer weiter schwindet.

(apa/mc)

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