Mischwesen: Mensch + Tier!

in Japan jetzt erlaubt

Es ist das erste Experiment weltweit! Japan erlaubt eine Geburt von Mischwesen aus Mensch und Tier. Ein japanisches Forscherteam darf jetzt mit der Züchtung von menschlichen Organen in Tieren beginnen. Menschlichen Stammzellen werden dabei in Tierembryonen eingepflanzt und von den Tieren dann sogar ausgetragen.

Die Erlaubnis bezieht sich jedoch nur auf ein Forschungsprojekt der Universität Tokio. Ziel der Forschung ist es, später einmal Menschen zu helfen, die bisher vergeblich auf eine Organspende warten.

Bis zum März diesen Jahres ist es in Japan ja verboten gewesen, solche Föten austragen zu lassen. Verständlich, denn dahinter stecken große ethische Bedenken. Mischlinge aus Mensch und Tier? Wozu soll das führen?

Das Wissenschaftsministerium hat die Einschränkungen für das Einpflanzen menschlicher Stammzellen in Tieren aufgehoben, denn es sei zu dem Schluss gekommen, dass ein Risiko, Mensch-Tier-Chimären entstehen zu lassen, technisch bei Null liege.

Ein Forscherteam der Uni Tokio will nun in Embryos von Nagern sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) einpflanzen. Die Embryos seien genmanipuliert, sodass sie keine eigene Bauchspeicheldrüse haben werden. Die heranwachsenden Föten sollen dann eine Bauchspeicheldrüse aus den menschlichen iPS-Zellen haben. Das wird zumindest von den Forschern erwartet. Die Tiere sollen die Föten austragen. Während der Schwangerschaft soll auch herausgefunden werden, ob sich auch woanders im Körper der Tiere menschliche Stammzellen verbreiten. Die ausgetragenen Embryos sollen dann wieder getötet werden.

Nächster Schritt: iPS-Zellen sollen auch in Embryonen von Affen und Schweinen eingepflanzt werden. Diese sollen jedoch nicht von den Tieren ausgetragen werden. Man wolle lediglich die Embryos züchten, um herauszufinden, zu wie viel Prozent sie aus iPS-Zellen bestehen.

(APA/Red)

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