Moderna entwickelt Impfstoff

Ebola: Bundibugyo-Variante

(01.06.2026) Der US-Biotechnologiekonzern Moderna entwickelt gemeinsam mit der internationalen Impfallianz CEPI einen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Damit reagieren die Partner auf den anhaltenden Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo Gesundheitsbehörden derzeit mit Hochdruck an der Eindämmung der Krankheit arbeiten.

Die Entwicklung eines Impfstoffs soll dazu beitragen, die medizinischen Möglichkeiten gegen die seltene Virusvariante auszubauen. Derzeit gibt es keine zugelassene Impfung speziell gegen Bundibugyo-Ebola.

Mehr als 900 Verdachtsfälle registriert

Nach aktuellen Angaben wurden im Zusammenhang mit dem Ausbruch bereits mehr als 900 Verdachtsfälle gemeldet. Zudem stehen mehr als 220 mutmaßliche Todesfälle mit der Krankheitswelle in Verbindung.

Betroffen sind vor allem Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Bekämpfung des Ausbruchs wird dort durch schwierige Sicherheitsbedingungen und eine teilweise eingeschränkte Gesundheitsversorgung erschwert.

Keine zugelassene Impfung gegen Bundibugyo-Ebola

Die Bundibugyo-Variante zählt zu den selteneren Ebola-Arten. Während für andere Ebola-Viren bereits Impfstoffe entwickelt wurden, fehlt bislang eine zugelassene Schutzimpfung gegen diese spezielle Virusvariante.

Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen Moderna und CEPI an. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Impfstoffs, der künftig bei Ausbrüchen dieser Ebola-Form eingesetzt werden könnte.

Weitere Details zum Impfstoffkandidaten wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Gesundheitsbehörden suchen weltweit nach Lösungen

Internationale Gesundheitsorganisationen arbeiten derzeit mit Hochdruck an Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit. Neben der Behandlung von Erkrankten stehen die Nachverfolgung von Infektionsketten sowie die Entwicklung neuer Impfstoffe und Therapien im Mittelpunkt.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet die Lage genau und unterstützt die Behörden vor Ort bei der Bekämpfung des Ausbruchs.

Schwierige Bedingungen erschweren die Bekämpfung

Die Situation in den betroffenen Regionen wird zusätzlich durch bestehende Konflikte und die teilweise schwache medizinische Infrastruktur erschwert. Hilfsorganisationen warnen deshalb vor einer weiteren Ausbreitung des Virus.

Experten betonen, dass eine rasche Identifizierung von Infizierten sowie die konsequente Nachverfolgung von Kontaktpersonen entscheidend sind, um die Krankheitswelle einzudämmen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Moderna entwickelt gemeinsam mit CEPI einen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus.
  • Im Osten der Demokratischen Republik Kongo läuft derzeit ein Ebola-Ausbruch.
  • Mehr als 900 Verdachtsfälle wurden bislang registriert.
  • Über 220 mutmaßliche Todesfälle stehen mit der Krankheitswelle in Zusammenhang.
  • Gegen Bundibugyo-Ebola gibt es derzeit keine zugelassene Impfung.
  • Internationale Gesundheitsorganisationen arbeiten an neuen Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten.

Ebola zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten

Ebola zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Krankheit wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen oder Tiere übertragen und kann schwere Organstörungen sowie innere Blutungen verursachen.

Frühere Ebola-Ausbrüche in Afrika forderten bereits tausende Todesopfer. Besonders die Epidemie in Westafrika zwischen 2013 und 2016 gilt mit mehr als 11.000 Todesfällen als eine der schwersten Gesundheitskrisen der vergangenen Jahrzehnte.

Mit der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Bundibugyo-Variante hoffen Forscher nun, eine weitere Eskalation der aktuellen Ebola-Welle verhindern zu können. Gesundheitsbehörden weltweit beobachten die Entwicklung deshalb mit großer Aufmerksamkeit.

Gleichzeitig laufen die Bemühungen auf Hochtouren, die Ausbreitung des Virus im Kongo einzudämmen und weitere Infektionen zu verhindern. Ob der neue Impfstoff künftig einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Krankheit leisten kann, wird sich allerdings erst in den kommenden Entwicklungs- und Testphasen zeigen.

(fd/apa)

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