Teenie stirbt nach "Wunderheiler"

Tragische Story aus Italien! Dort ist jetzt ein leukämiekrankes Teenie-Mädchen verstorben, weil seine Eltern es mit keiner Chemotherapie behandeln haben lassen. Stattdessen wurde die 18-Jährige nach den Theorien des deutschen "Wunderheilers" Ryke Geerd Hamer behandelt. Für die junge Italienerin endet das jetzt tödlich. Hamer wurde ja bereits in den 90er-Jahren durch den "Fall Olivia" in Österreich bekannt. Der Wunderheiler hat den Eltern der damals sechsjährigen krebskranken Niederösterreicherin von einer Chemotherapie abgeraten.

Hamer selbst steht zu seiner neuen germanischen Medizin – in einem Interview mit der ARD sagt der Mediziner:
"In der neuen Medizin überleben die nicht vorbehandelten Menschen zu etwa 95 Prozent. Bei der Chemo sterben die Menschen hingegen zu 95 Prozent. Kein Arzt auf der Welt gibt seinem eigenen Kind eine Chemo, weil er weiß, dass die Literatur besagt, dass 95 Prozent davon sterben."

Für Eltern kann ein solcher Ausgang in Österreich aber rechtliche Folgen haben, sagt Rechtsexperte Anwalt Johannes Schriefl:
"Je nach Einzelfall kann es hier bis zum vollständigen Entzug der Obsorge kommen, da das Kindeswohl immer das höchste Gut darstellt. Je nach Dramatik des Einzelfalls müsste man sich dann auch anschauen, ob das nicht sogar einen strafbaren Tatbestand darstellt: das Quälen und Vernachlässigen Unmündiger. So ein Fall kann sogar bis zur fahrlässigen Tötung gehen."

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