Paketabgabe ab Oktober
2 Euro + Mehrwertsteuer
(10.07.2026) Jetzt ist es fix: Ab ersten Oktober wird die 2-Euro-Paketsteuer eingeführt. Eigentlich liegt sie bei 2,40 Euro, da man die Mehrwertsteuer noch dazu rechnen muss. Bei Büchern zahlt man nur 2,20 Euro, da bei diesen nur eine Mehrwertsteuer von 10 Prozent gilt.
Obwohl die NEOS an die SPÖ appellieren, die Paketabgabe noch einmal zu überdenken, hat das Finanzamt die Besteuerung der Abgabe schon bestätigt. Das Ministerium meint zur „Krone“: „Für die Paketabgabe gelten die Regeln des Umsatzsteuerrechts. Das ist eine EU-rechtliche Vorgabe und kein Spezifikum der Paketsteuer.“
Harald Gutschi ist Otto-Österreich-Chef und gilt auch als scharfer Kritiker der Paketabgaben-Thematik. Schon im Juni wies er darauf hin, dass möglicherweise bis zu 2,40 Euro Steuer zu erwarten sind. Auch im parlamentarischen Begutachtungsverfahren gibt es viele kritische Stimmen zur Abgabe.
Kritik von NEOS
Die NEOS haben wohl "aus Koalitionsräson“ der Abgabe zugestimmt. Trotzdem sagt NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos der „Krone“: „Wir appellieren aber weiterhin an die SPÖ, die laute Kritik und die Bedenken der Branche ernst zu nehmen und den Wunsch nach einer Paketsteuer noch einmal zu überdenken.“
Das Paketsteueraufkommen wird vom Finanzministerium auf 280 Mio. Euro pro Jahr geschätzt und soll die Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Grundnahrungsmittel zum Teil gegenfinanzieren. Die Paketabgabe ist für grob 16 große Online-Händler wie Amazon, Otto oder Temu gedacht. Sie trifft aber indirekt auch circa 4.000 österreichische Händler, die über große Online-Händler verkaufen.
(APA/ml)