Papst hat Spital verlassen
Nach Krebs-OP am Dienstag
(17.10.2026) Papst Leo XIV. hat am Samstagnachmittag die Gemelli-Poliklinik in Rom verlassen, in der er seit Dienstag eingeliefert war. Der Heilige Vater verließ in Begleitung seiner engsten Mitarbeiter und der Ärzte, die ihn behandelt haben, das Krankenhaus. Dabei grüßte er lächelnd Patienten des Krankenhauses, die auf ihn warteten und ihm zujubelten. Danach verließ er das Krankenhaus in Richtung Vatikan. Der 71-jährige schien in guter Verfassung.
Dem Papst war am vergangenen Dienstag ein Krebstumor aus der Lunge entfernt worden. Er will das Angelusgebet am morgigen Sonntagmittag bereits vom Apostolischen Palast aus sprechen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, der heute früh durchgeführten Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und des klinischen Gesamtzustands wurde der Heilige Vater als ausreichend gesund für die Entlassung aus dem Krankenhaus eingestuft", teilten die Ärzte mit.
Ergebnisse histologischer Untersuchungen noch ausständig
Am vergangenen Sonntag hatte der Pontifex überraschend angekündigt, dass er sich wegen eines Knotens in der Lunge im frühen Stadium einer Operation unterziehen müsse. Der bösartige Tumor wurde anschließend als Adenokarzinom identifiziert. Besondere medizinische Vorkehrungen seien nicht erforderlich, teilten Vatikanquellen mit. Eine Pressekonferenz der behandelnden Ärzte werde es vor der Entlassung nicht geben, teilte der Vatikan mit. Die Ergebnisse histologischer Untersuchungen, die etwa einen Befall von Lymphknoten nachweisen könnten, standen bis dato noch aus.
Unterdessen gibt es gewisse Anzeichen, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche die Absicht hat, seine geplante Südamerikareise anzutreten. Freitagmittag wurde im vatikanischen Pressezentrum die Liste der gut 80 Journalisten ausgehängt, die sich um die Begleitung im Papstflieger beworben hatten. Auf dem Reiseprogramm stehen vom 6. bis 17. November die Länder Uruguay, Argentinien und Peru. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher jedoch nicht.
(APA/JuF)