Parken doch nicht teurer
Tirol: Mattle stoppt Novelle
(04.09.2026) Eine bereits in Begutachtung gewesene Novelle des Tiroler Parkabgabengesetzes kommt nun doch nicht. Gemeinden hätten damit einen höheren Höchstbetrag je angefangener halben Stunde - nämlich 1,60 Euro, statt wie bisher und weiterhin 1,10 Euro - fürs Parken verlangen können. Nach Absprache mit der Arbeiter- und Wirtschaftskammer hat Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) die Novelle nun gestoppt, bestätigte das Büro des Landeshauptmanns der APA am Freitag.
"Das Parkabgabengesetz bleibt, wie es ist. Eine Erhöhung der Parkgebühren kommt nicht. Das habe ich gemeinsam mit AK-Präsident Erwin Zangerl (ÖVP) und WK-Präsidentin Barbara Thaler (ÖVP) besprochen und der Landesverwaltung angewiesen", erklärte Mattle. Auch Zangerl und Thaler zeigten sich dementsprechend positiv: "Es ist gut, dass sich Landeshauptmann Anton Mattle eingeschaltet und die Stopp-Taste gedrückt hat", erklärte Zangerl. Thaler meinte: "Eine Anhebung der gesetzlichen Obergrenze um mehr als 45 Prozent hätte die Schranke für deutlich höhere Parkgebühren in ganz Tirol geöffnet."
Landesrat und Innsbrucks Stadtparteiobmann Mario Gerber (ÖVP) zeigte sich erleichtert: "Ich bin Landeshauptmann Mattle dankbar, dass er hier ein klares Machtwort gesprochen und die Anliegen der Innsbruckerinnen und Innsbrucker sowie von Wirtschafts- und Arbeiterkammer ernst genommen hat."
Opposition will Innsbrucks Rolle klären
Indes kritisierten Innsbrucks Oppositionsparteien "Das Neue Innsbruck" und FPÖ, dass, laut einem Bericht des ORF Tirol, offenbar einige Gemeinden, vor allem aber die Innsbrucker Stadtregierung, die Novellierung des Parkabgabengesetzes gefordert hätten. "Jetzt muss Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck) offenlegen, welche Position die Innsbrucker Stadtregierung mit SPÖ und Grünen im Vorfeld und später im Begutachtungsverfahren vertreten hat. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer den nächsten Gebührenhammer beim Land bestellt hat", forderte Stadtrat Markus Stoll ("Das Neue Innsbruck").
Stadtrat Markus Lassenberger (FPÖ) schlug in eine ähnliche Kerbe: "Wollte die Innsbrucker Stadtregierung nun wieder über die Hintertür die Parkgebühren erhöhen? Man versucht, mit dieser linken Politik die Steuerzahler um ihr letztes Geld zu bringen und die Autofahrer aus der Stadt zu verdrängen, und das mit allen Mitteln."
(APA/JuF)