Polizeischüler sollen nach Wien

"Wien auf Zeit"

(19.09.2026) Bewerbende für den Polizeiberuf aus den Bundesländern können nun aufgrund der neuen Recruiting-Initiative "Wien auf Zeit" inklusive Ausbildung freiwillig fünf Jahre in Wien bleiben. Nach dieser Zeitspanne können sie garantiert in ihre Heimatbundesländer zurückkehren. Die ersten Aufnahmen finden im Dezember 2026 statt - die ersten fertigen Polizistinnen und Polizisten stehen so nach absolvierter Ausbildung ab Dezember 2028 für die Bundeshauptstadt zur Verfügung.

"'Wien auf Zeit' soll mehr Aufnahmen bei der Polizei sicherstellen. Das bringt kurzfristig mehr Sicherheitskräfte für Wien und mittelfristig für ganz Österreich", wurde Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in einer Aussendung am Samstag zitiert. Hintergrund der Initiative ist, dass einerseits nicht alle Ausbildungsplätze in Wien ausgefüllt werden können und sich andererseits in den anderen Bundesländern jeweils mehr Bewerbende für den Polizeidienst qualifizieren, als dort tatsächlich aufgenommen werden können.

Verlängerung bzw. dauerhafte Versetzung möglich

"Wien auf Zeit" sei eine zusätzliche Möglichkeit, um die personelle Stärkung fortzusetzen und gerade jungen Polizistinnen und Polizisten auch die Chance auf polizeiliche Einsatzerfahrung in einer Großstadt zu bieten, zugleich aber eine garantierte Rückkehrgarantie zu haben, hieß es dazu aus dem Innenministerium. Ebenso sieht das Programm auch eine freiwillige zweijährige Verlängerungsoption vor. Falls sich Beamtinnen und Beamte aus privaten oder beruflichen Gründen dafür entscheiden wollen, ist auch eine dauerhafte Versetzung nach Wien möglich.

'Wien auf Zeit' habe jedoch noch einen weiteren positiven Aspekt, indem jenen der derzeit etwa 500 Wiener Polizistinnen und Polizisten eine Perspektive gegeben werde, die nach Jahren des Dienstes in Wien in ein anderes Bundesland versetzt werden wollen. Dies sei gegenwärtig wegen des hohen Personalbedarfs in Wien nur selten möglich und die Wartezeiten - je nach Bundesland - entsprechend lang. Demnach ist vorgesehen, dass mindestens zehn Prozent der Zahl der über "Wien auf Zeit" aufgenommenen Bediensteten von den bestehenden Wartelisten in die Bundesländer versetzt werden. Das gibt wiederum Wiener Polizistinnen und Polizisten auf den Wartelisten eine klare Perspektive und stärkt die Personalstände in den anderen Bundesländern weiter, so das Innenministerium.

(APA/CD)

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