Rückholflüge am Donnerstag
Hotels werden nicht bezahlt?
(04.03.2026) Die österreichische Bundesregierung organisiert weitere Rückholflüge für Österreicher aus dem Nahen Osten. Zwei Maschinen der Austrian Airlines (AUA) sollen am Donnerstag aus Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman) Richtung Wien starten, um gestrandete Staatsbürger aus der Krisenregion nach Hause zu bringen.
Zwei weitere AUA-Rückholflüge nach Wien geplant
Nach Angaben der Regierung befinden sich derzeit noch rund 17.000 Österreicherinnen und Österreicher in der Golfregion, darunter etwa 1.400 Reisende.
Die geplanten Rückholflüge sollen am Donnerstag starten:
- Maskat (Oman) – Wien: Abflug um 16.40 Uhr, Platz für etwa 180 Personen
- Riad (Saudi-Arabien) – Wien: Abflug um 18.05 Uhr, Platz für rund 300 Personen
Viele Reisende befinden sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vor allem in Dubai. Von dort sollen Ausreisewillige mit Bussen nach Maskat oder Riad gebracht werden, um die Rückholflüge zu erreichen. Bereits am Mittwoch wurde zudem ein erster Charterflug aus Maskat für mehr als 170 Personen organisiert.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger rief Österreicher in der Region auf, auch eigenständig verfügbare Ausreisemöglichkeiten zu nutzen:
„Der Luftraum ist immer wieder offen. Wenn Sie ein Ticket und die Möglichkeit zur Ausreise haben – nutzen Sie diese bitte.“
Tausende Urlauber sitzen weiterhin fest
Während die Rückholaktionen laufen, warten noch zahlreiche österreichische Urlauber im Nahen Osten auf eine sichere Heimreise. Viele von ihnen bleiben derzeit in Hotels in Dubai, weil eine Weiterreise über Land als riskant gilt.
Zunächst hatte es geheißen, dass die Unterbringungskosten für gestrandete Reisende übernommen werden. Laut Betroffenen gilt das inzwischen aber nur noch eingeschränkt:
Bis 2. März wurden die Kosten vollständig übernommen, seit Dienstag gelten laut Urlaubern nur noch „vergünstigte Tarife für Gestrandete“.
Kostenersatz: Pauschal- und Individualreisen
Wer eine Pauschalreise über ein Reisebüro gebucht hat, kann laut Verbraucherschutzverein (VSV) zumindest teilweise auf Kostenersatz hoffen. Veranstalter müssen demnach Hotelkosten für bis zu drei zusätzliche Nächte übernehmen.
Bei Individualreisen ist die Lage deutlich komplizierter. Ob Kosten ersetzt werden, hängt laut Europäischem Verbraucherzentrum stark vom Einzelfall ab.
Regierung fordert Feuerpause für Evakuierungen
Die österreichische Regierung bemüht sich parallel um diplomatische Lösungen. Wien hat laut Außenministerium eine 48-stündige Feuerpause gefordert, damit Staatsbürger sicher ausgeflogen werden können.
Bundeskanzler Christian Stocker betonte, Österreich stehe im engen Austausch mit mehreren Staaten der Region sowie internationalen Organisationen, um die Lage zu beurteilen und weitere Maßnahmen vorzubereiten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Das Außenministerium empfiehlt allen Österreichern in der Region:
- Registrierung auf reiseregistrierung.at
- Aktuelle Medienberichte verfolgen
- Kontakt mit Außenministerium, Reiseveranstaltern oder Fluglinien halten
Die kommenden Rückholflüge aus Oman und Saudi-Arabien sollen nun möglichst vielen gestrandeten Reisenden eine sichere Rückkehr nach Österreich ermöglichen.
(fd/apa)