Rangnicks Plan mit den "Neuen"
Nächste Woche Trainingslager
(18.03.2026) Am Montag gab Teamchef Ralf Rangnick seinen ersten Kader für das WM-Jahr 2026 bekannt. Im Mittelpunkt des 28-Mann starken Aufgebots stehen vor allem Paul Wanner und Carney Chukwuemeka, die sich erst vor kurzem entschieden haben, für das österreichische Nationalteam aufzulaufen. Mit den beiden „Transfers“ hat Rangnick auch bereits einen Plan, der vor allem den Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld ordentlich anheizt.
Wanner, der die deutschen Nachwuchsauswahlen durchlaufen hatte, und Chukwuemeka, der in den englischen Jugendnationalteams im Einsatz war, sind somit nicht nur im Trainingslager in Marbella dabei, sondern auch beim Länderspieldoppelpack Ende März in Wien gegen Ghana und Südkorea.
Teamchef Rangnick plant die zwei Debütanten in der 10er-Rolle ein, die es durch die 4-2-3-1-Formation dreimal gibt. Mit Christoph Baumgartner im Zentrum und Marcel Sabitzer auf halblinks dürften aber bereits zwei Positionen besetzt sein. So wird der Konkurrenzkampf im Mittelfeld deutlich härter, was aber laut Rangnick „ja immer wieder das Geschäft belebt“. PSV-Legionär Wanner hat zuletzt im Verein auch auf der Doppelsechs und somit etwas defensiver gespielt. Diese Option soll nächste Woche in Marbella ebenfalls beobachtet werden. Chukwuemeka sieht der Teamchef generell eine Reihe weiter vorne.
Wanner und Chukwuemeka haben jetzt die Chance, sich beim März-Lehrgang für die WM zu präsentieren und zu empfehlen. Rangnick treffe die Entscheidungen dann subjektiv, da sich laut dem Deutschen die Spieler durch ihre Leistungen aber selbst nominieren.
Für Chukwuemeka, der in Eisenstadt geboren ist, soll sogar auch ein Deutschlehrer mit nach Spanien reisen. Rangnick habe dem Dortmund-Legionär generell empfohlen, in den nächsten Wochen und Monaten zumindest ein paar Fußball-Begriffe auf Deutsch aufzuschnappen.
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ÖFB-Aufsichtsrat Josef Pröll ist begeistert vom „großen Zukunftspotenzial, das die beiden mitbringen“ „Sie sind Schlüsselspieler in ihren Teams. Ich bin sehr dankbar, dass es gelungen ist, dass sich beide – nicht auf Druck von Österreich, sondern auf Basis von Gesprächen und Förderung – entschieden haben, dieses Angebot anzunehmen“, so der Verbandschef.
(sp)