Rumänien dreht einziges AKW ab
Wegen Niedrigwasser
(13.08.2026) In Rumänien deckt das AKW Cernadova normalerweise ein Fünftel des Stromverbrauchs. Nun wird es wegen Niedrigwasser komplett abgedreht.
AKW abgestellt
Aufgrund des zu niedrigen Wasserstands der Donau schaltet Rumänien sein einziges Kernkraftwerk Cernavoda ganz ab. Nachdem Ende Juli bereits der erste Reaktorblock wegen mangelnden Kühlwassers abgeschaltet wurde, folgt jetzt der zweite.
Wie das rumänische Energieministerium mitteilt, produziert das AKW normalerweise ein Fünftel des nationalen Stromverbrauchs. Sein Kühlwasser bezieht es ausschließlich aus der Donau.
Folgen des Ausfalls
Für die Bevölkerung wird der Ausfall keine Folgen haben. Im schlimmsten Fall werde die Energiezufuhr in der Industrie reglementiert, so Cristian Busoi, der Staatssekretär des Energieministeriums, laut Mediafax.
Früheren Berichten zufolge verhandle Rumänien mit seinen Nachbarländern Ukraine und Bulgarien über Strom-Importe.
Felsen-Sprengung reicht nicht
Erst vor zehn Tagen versuchte Rumänien, durch die Sprengung eines Felsens in der Donau mehr Wasser nach Cernavoda zu leiten. Darüber hinaus wurde versucht den Wasserzufluss besser zu steuern, indem Geröll an einer anderen Stelle am Ufer versenkt wurde.
Dadurch stieg der Wasserstand des AKWs zwischenzeitlich zwar geringfügig. Zur längerfristigen Versorgung Cernadovas mit Wasser reichte die Sprengung aber nicht aus.
(apa/mm)