Ryanair mit Preiserhöhungen?
April, Mai und Juni
(01.04.2026) Ryanair-Chef Michael O'Leary hat nun vor einer Störung der Kerosinversorgung in Europa ab Mai gewarnt. Grund dafür ist das potentielle Andauern des Krieges im Nahen Osten sein. Ganze 25 Prozent der Lieferungen im Mai und Juni könnten gefährdet sein.
Die Fluggesellschaft aus Irland, die die höchsten Passagierzahlen in Europa vorweisen kann, hat zwar noch keine Flüge gestrichen, da die Versorgung bislang gesichert ist. In den Monaten April, Mai und Juni könnte es allerdings zu „deutlich höheren“ Ticketpreisen kommen.
Europa stark betroffen
"Wenn der Krieg andauert und die Lieferunterbrechung anhält, sehen wir ein reales Risiko, dass ein kleiner Teil - vielleicht 10, 20, 25 Prozent - unserer Lieferungen im Mai und Juni gefährdet sein könnten", sagte O'Leary. Laut dem Weltluftfahrtverband IATA kommen in etwa 25 bis 30 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs aus dem Persischen Golf. Somit zählt Europa zu den am stärksten betroffenen Gebieten der Lieferausfälle.
Gut abgesichert
Ryanair gilt als gut abgesichert. Die Billigfluglinie teilte im Jänner mit, rund 80 Prozent seines Bedarfs für den flüssigen Brennstoffs für das bis Ende März 2027 laufende Geschäftsjahr auf Basis eines Rohölpreises von 67 Dollar (58,27 Euro) pro Barrel gedeckt zu haben. O'Leary erwarte sich einen Anstieg der Flugpreise um mehr als 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gründe seien etwa Kapazitätsengpässe und höhere Ölpreise für weniger gut abgesicherte Wettbewerber.
(apa/sp)