Schneewarnung der Geosphere
Vorsicht in ganz Österreich
(19.02.2026) Österreich steht ein markanter Wintereinbruch bevor: Die Geosphere Austria warnt vor Schneefall im Großteil des Landes von Donnerstag bis Freitagmittag. Besonders betroffen ist laut Prognose die Osthälfte Österreichs – vom Raum Wien über das Burgenland bis zur südlichen Steiermark und Unterkärnten. Es drohen Verzögerungen im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr, außerdem sind Stromausfälle durch Schneelast möglich. Grund für die Wetterlage ist ein Tiefdruckgebiet über Oberitalien, das feuchte Luft nach Österreich bringt.
Bereits im Laufe des Donnerstags beginnt es verbreitet zu schneien – in tiefen Lagen ist zeitweise auch noch Regen möglich.
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee – lokal mehr
„Spätestens in der Nacht auf Freitag schneit es dann überall bis in tiefe Lagen, zeitweise auch stark“, erklärte Meteorologe Lukas Bodinger von der Geosphere Austria. Im Großteil Österreichs werden bis Freitagvormittag zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet – vereinzelt auch meh
Am Freitag liegt der Schwerpunkt des Schneefalls vor allem im Nordosten und Südosten, wo es am Vormittag teils kräftig schneit. Erst im Laufe des Nachmittags lässt der Niederschlag überall nach. Am längsten hält er im Südosten sowie rund um den Arlberg an.
Verzögerungen im Verkehr drohen
Durch den Neuschnee kann es laut Geosphere zu massiven Verzögerungen auf Straßen sowie im Zug- und Flugverkehr kommen. Auch wichtige Hauptverbindungen wie die Südautobahn (A2) könnten betroffen sein – besonders in höher gelegenen Abschnitten wie am Wechsel oder auf der Pack.
Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Bäume unter Schneelast umstürzen und dabei Stromleitungen beschädigen.
Asfinag appelliert: Nur mit Winterausrüstung
Die Asfinag rief Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dazu auf, ausschließlich mit vollständiger Winterausrüstung zu fahren, genügend Abstand zu halten und die Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anzupassen.
Ab Freitag Entspannung – Lawinengefahr bleibt hoch
Im Laufe des Freitags soll sich die Situation laut Geosphere wieder entspannen. Allerdings bleibt die Lawinengefahr in den kommenden Tagen im gesamten Bergland ein Thema: Sie ist großteils erheblich bis groß.
Nach dem Wintereinbruch wird es ab dem Wochenende vor allem tagsüber deutlich milder.
Samstag: Warmfront bringt Regen
Am Samstag zieht aus Westen eine Warmfront heran. Sie sorgt für dichte Wolken und verbreitet Niederschlag. Im Westen und Nordwesten setzt bereits in der Früh Regen ein, der sich im Tagesverlauf ostwärts ausbreitet.
Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt zwischen Arlberg und Mariazeller Land. In Oberösterreich besteht anfangs Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Die Schneefallgrenze steigt von rund 1.000 auf 1.500 Meter. Nur im äußersten Südosten bleibt es voraussichtlich ganztägig trocken.
Temperaturen:
- Früh: minus 11 bis plus 3 Grad
- Tag: 2 bis 12 Grad (am mildesten im Westen)
Sonntag: Regen dominiert
Am Sonntag ist es von Salzburg und Oberösterreich ostwärts meist dicht bewölkt, bei einer Schneefallgrenze zwischen 1.600 und 2.000 Meter regnet es häufig. Im Westen und Süden ziehen zwar ebenfalls viele Wolken durch, dort bleibt es jedoch bis zum Abend überwiegend trocken.
Temperaturen:
- Früh: minus 3 bis plus 5 Grad
- Tag: 4 bis 14 Grad
Montag Schauer, Dienstag Wetterberuhigung
Zum Wochenbeginn streift ein weiteres Frontensystem Österreich. Vor allem nördlich des Alpenhauptkamms sowie von Oberösterreich ostwärts treten am Montag Regenschauer auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.500 und 2.000 Meter.
Am Dienstag sorgt steigender Luftdruck dann für eine Wetterberuhigung: Der Niederschlag lässt im Alpenraum am Vormittag nach, die Wolken lockern zunehmend auf. Spätestens am Nachmittag setzt sich in allen Landesteilen trockenes und sonniges Wetter durch.
(fd/apa)