Schulbus schleift Mädchen mit

Horror-Video geht viral

(18.10.2026) Ein erschütterndes Video verbreitet sich derzeit erneut in den sozialen Netzwerken und sorgt für Entsetzen: Ein Schulbus fährt los, obwohl ein kleines Mädchen noch an der Tür hängt. Rund 300 Meter wird das Kind über den Asphalt geschleift, bis ein aufmerksamer Autofahrer eingreift. Das Mädchen überlebt schwer verletzt. Besonders unglaublich: Die Familie erhält später eine Entschädigung von 4,8 Millionen Dollar. Hinter den aktuell viral gehenden Aufnahmen steckt ein folgenschwerer Unfall aus dem Jahr 2015.

Horror-Video auf X sorgt erneut für Aufsehen

Die Bilder sind verstörend: Ein kleines Mädchen hängt außen an einem fahrenden Schulbus und wird über die Straße gezogen. Der Bus fährt einfach weiter, während das Kind verzweifelt versucht, sich festzuhalten.

Das Video wird im Oktober 2026 erneut auf der Plattform X (ehemals Twitter) verbreitet. Unter anderem teilte der Nutzer Ricardo De Spirito Balbuena die Aufnahmen am 12. Oktober. In seinem Beitrag verweist er darauf, dass das Mädchen den Unfall überlebt habe und seine Familie später eine Entschädigung von rund fünf Millionen Dollar erhalten habe.

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Die Aufnahmen stammen allerdings nicht von einem aktuellen Unfall. Der Vorfall ereignete sich bereits am 15. Mai 2015 im US-Bundesstaat Kentucky. Durch die erneute Verbreitung rückt der tragische Fall nun wieder in den Mittelpunkt.

Mädchen bleibt mit Rucksack in Schulbustür hängen

Das Opfer ist Ally Rednour, die damals sieben Jahre alt war und in Louisville die Wilkerson Elementary School besuchte. Nach dem Unterricht wollte sie wie gewohnt an ihrer Haltestelle aus dem Schulbus steigen.

Doch dabei passierte ein folgenschwerer Fehler: Während das Mädchen ausstieg, schloss die Busfahrerin Melinda Sanders bereits die Türen. Der Rucksack des Kindes blieb in der Tür eingeklemmt.

Die Fahrerin bemerkte offenbar nicht, dass Ally noch nicht sicher ausgestiegen war. Sie kontrollierte weder ausreichend die Tür noch die Außenspiegel und fuhr los.

Für das Mädchen begann ein Albtraum.

45 Sekunden Todesangst: Bus schleift Kind über Asphalt

Zunächst versuchte Ally noch, neben dem Fahrzeug mitzulaufen. Doch als der Schulbus beschleunigte, verlor sie den Halt und wurde über die Straße geschleift.

Rund 45 Sekunden lang hing das Mädchen an dem fahrenden Fahrzeug. Der Bus erreichte dabei eine Geschwindigkeit von mehr als 30 km/h und legte ungefähr 300 Meter zurück.

Die dramatischen Sekunden wurden von Überwachungskameras im Bus und einer Kamera an einem Wohnhaus aufgezeichnet. Die Bilder zeigen, wie das Kind hilflos über den Asphalt gezogen wird, während die Fahrerin ihre Fahrt fortsetzt.

Autofahrer verhindert noch schlimmere Tragödie

Gerettet wurde Ally schließlich durch einen aufmerksamen Autofahrer. Dieser bemerkte das Mädchen an der Außenseite des Busses und reagierte sofort.

Der Mann überholte mit seinem roten Chevrolet Camaro den Schulbus, setzte sich vor das Fahrzeug und bremste ab, um die Fahrerin zum Anhalten zu zwingen.

Erst dadurch kam der Bus zum Stillstand und das schwer verletzte Kind konnte befreit werden.

Der mutige Eingriff des Autofahrers verhinderte möglicherweise noch schlimmere Folgen.

Mädchen überlebt mit Verletzungen und bleibenden Schäden

Ally Rednour überlebte den Unfall, erlitt jedoch schwere Verletzungen. Durch das Mitschleifen über den Asphalt entstanden zahlreiche Hautabschürfungen, tiefe Wunden und bleibende Narben.

Besonders schwerwiegend waren die Nervenschäden an ihren Beinen, die laut ihrem Anwalt langfristige Schmerzen verursachten.

Auch psychisch hinterließ der Vorfall Spuren. Jahre später berichtete die Familie, dass Ally unter Angstzuständen litt und bereits der Anblick oder das Geräusch eines Schulbusses belastende Erinnerungen auslösen konnte.

Die Busfahrerin wurde nach einer Untersuchung des Vorfalls im Juni 2015 entlassen. Ihr wurde vorgeworfen, grundlegende Sicherheitsvorschriften beim Aussteigen der Kinder nicht eingehalten zu haben.

Familie bekommt 4,8 Millionen Dollar Entschädigung

Nach dem Unfall leitete die Familie rechtliche Schritte ein. Der Streit mit dem zuständigen Schulbezirk Jefferson County Public Schools und dessen Versicherung dauerte mehrere Jahre.

Im Juli 2021 einigten sich die Beteiligten schließlich außergerichtlich, kurz bevor eine Jury über den Fall entscheiden sollte.

Die genaue Höhe der Entschädigung wurde im März 2022 öffentlich bekannt: Insgesamt 4,8 Millionen US-Dollar wurden der Familie zugesprochen.

Die Summe wird nicht vollständig auf einmal ausbezahlt. Neben unmittelbaren Zahlungen wurden langfristige finanzielle Leistungen vereinbart, die teilweise bis zum Jahr 2088 reichen.

Das Geld soll unter anderem die Folgen der schweren Verletzungen und den langfristigen Unterstützungsbedarf des Mädchens abdecken.

Warum das alte Schulbus-Video jetzt wieder viral geht

Die erneute Verbreitung im Oktober 2026 zeigt, wie stark dramatische Aufnahmen auch Jahre nach einem Ereignis noch Aufmerksamkeit erzeugen können.

Vor allem die Kombination aus den erschütternden Bildern, der außergewöhnlichen Rettung durch einen Autofahrer und der Millionenentschädigung sorgt dafür, dass der Fall wieder diskutiert wird.

Das Video ist authentisch und die Geschichte dahinter tatsächlich passiert. Allerdings liegen zwischen dem Unfall und der aktuellen Verbreitung mittlerweile mehr als elf Jahre.

Die 4,8 Millionen Dollar sind ebenfalls keine neue Entscheidung aus dem Jahr 2026. Die Einigung stammt aus dem Jahr 2021, die Details wurden 2022 veröffentlicht.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit

Der Fall von Ally Rednour macht deutlich, wie entscheidend die vorgeschriebenen Sicherheitskontrollen beim Schülertransport sind. Schon ein einziger Fehler beim Schließen einer Bustür kann für ein Kind lebensgefährliche Folgen haben.

Dass Ally den Vorfall überlebte, grenzt angesichts der dokumentierten Umstände an ein Wunder. Für sie und ihre Familie hatte der Unfall dennoch schwerwiegende langfristige Konsequenzen.

Elf Jahre später sorgen die Aufnahmen erneut weltweit für Entsetzen – und erinnern daran, wie schnell eine alltägliche Busfahrt zur Katastrophe werden kann.

(fd/social media)

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