Schultaschen im Check
Schwächen bei Sichtbarkeit
(29.07.2026) Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 13 Schultaschen für Volksschulkinder getestet - der Fokus lag auf Haltbarkeit, Sichtbarkeit und Praxistauglichkeit. Das Ergebnis ist erfreulich: Mit sieben Produkten wurde die Mehrheit als "gut" benotet, schlechter als "durchschnittlich" schnitt kein Modell ab. Ein "Sehr gut" wurde aber auch keines vergeben. Insgesamt zeigten sich die größten Schwächen bei der Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Für eine gute Schultasche müsse man mit rund 300 Euro rechnen, hieß es am Mittwoch. Aber auch zwei preisgünstigere Modelle um 100 bzw. 190 Euro fielen im Großen und Ganzen positiv auf. Preis-Leistungs-Sieger ist laut VKI eine Schultasche von Oxybag. Sie zeige zwar Schwächen bei der Sichtbarkeit und erhielt auch bei der Wasserdichtheit eine "durchschnittliche" Bewertung. Im Praxistest punktete das Modell nicht zuletzt aufgrund seines geringen Gewichts.
Beim Prüfkriterium Sichtbarkeit mussten insgesamt sieben Schultaschen Abstriche hinnehmen. Das schlechteste Ergebnis erzielte hier das getestete Modell von Lego Ninjago, insgesamt erhielt es aber eine "durchschnittliche" Note. "Um Schultaschen besser sichtbar zu machen, schadet es generell nicht, mit zusätzlichen Reflektoren nachzuhelfen", sagte VKI-Projektleiter Christian Undeutsch.
Volksschulkinder als Tester und Testerinnen in der Praxis
In einem Praxistest, der rund ein Drittel zur Benotung beitrug, beurteilten Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren die Schultaschen bei halber (rund zwei Kilogramm) und voller Beladung (rund vier Kilo). Kriterien waren der Tragekomfort, die Belüftung des Rückens, die Handlichkeit der Trageschlaufe sowie das Öffnen, Schließen und die Erreichbarkeit der Fächer. Zudem konnten die Kinder die Verstellbarkeit der Schultergurte, den sicheren Sitz beim Tragen und Vorbeugen sowie die Alltagstauglichkeit und Ausstattung bewerten. Bei der technischen Prüfung wurden neben der Sichtbarkeit unter anderem die Nutzbarkeit des Stauraums, Wasserdichtheit, Haltbarkeit, Verarbeitung und Reinigung beurteilt.
Tipps für den Schultaschenkauf: Das Kind sollte mit einer erwachsenen Person verschiedene Modelle mit etwas Gewicht (zum Beispiel Büchern) testen. Die Tasche muss eng am Rücken anliegen, gleichmäßig auf beiden Schultern sitzen und darf weder zu hoch noch zu tief getragen werden, Oberkante etwa auf Schulterhöhe, Unterkante am Becken. Ein Brust- und gegebenenfalls ein Beckengurt sorgen für gute Lastverteilung und entlasten Rücken und Schultern. Mehrere Fächer helfen, den Inhalt richtig zu verteilen: Schwere Gegenstände gehören nah an den Rücken. Helle Farben, reflektierende Flächen und zusätzliche Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Schnallen, Reißverschlüsse und Gurte müssen vom Kind leicht zu bedienen sein.
(apa/mc)