"smarter" Peniskäfig

bedenkliche Sicherheitslücken

(07.10.2020) Ein smartes Sexspielzeug kann für den Mann und sein "bestes Stück" plötzlich zur Falle werden. Es handelt sich hierbei um den "Cell Mate" von Qiui. In dem smarten Sex-Toy kann das Geschlechtsteil "eingesperrt" werden und es wird über eine mobile App gesteuert. Vom Hersteller wird es als "App-gesteuerter Keuschheitsgürtel" angepriesen.

Bis jetzt dürfte das weniger ein Problem, mehr ein Reiz gewesen sein. Immerhin ist doch Kontrollverlust ein wesentlicher Bestandteil des sexuellen Wegsperr-Spiels. Allerdings könnte diese "Inhaftierung" deutlich länger dauern als gewünscht. Denn wie Sicherheitsforscher von "Pen Test Partners" nun herausgefunden haben, können Angreifer ohne großen Aufwand über die App die Kontrolle über das Keuschheitsschloss übernehmen. Und dann hilft wohl nur noch die Feuerwehr mit dem Bolzenschneider. Nur will Mann das?

Pen Test Partners zeigt in dem Video, das du hier findest, eine Art Notfall-Hack-Anleitung für Leute, die sich ausgesperrt haben... oder wurden. Nur sei die "Vorstellung von spitzem Metall in der Nähe von etwas Wichtigem nicht ideal", so Pen Test Partners.

Noch dazu kommt, dass die App zum Schloss über die Schnittstelle auch Standort, Passwörter im Klartext und andere persönliche Daten durchsickern ließ. Der Hersteller wurde damit bereits im Juni konfrontiert und versprach daraufhin, bis zum August einen entsprechenden Patch zu veröffentlichen - was bis heute jedoch nicht geschehen ist. Wer also die Idee hat, sein bestes Stück oder das des Partners wegzusperren, sollte sicherheitshalber lieber doch au ein analoges Angebot zurückgreifen.

(jf)

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