Spahn tritt zurück

Wegen Leihmutterschaft

(18.07.2026) Der Fraktionschef der deutschen Unionsparteien CDU/CSU Jens Spahn hat seinen Rücktritt erklärt. In einem Schreiben an die Fraktion, das der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag vorlag, teilte er mit: "Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete."

Zuvor hatte es vermehrt Rücktrittsforderungen aus der CDU gegeben, weil Spahn mit seinem Mann ein Kind mithilfe einer Leihmutter in den USA bekommen hatte. In Deutschland ist eine Leihmutterschaft verboten, die CDU lehnt sie zudem ausdrücklich ab. Schließlich legte auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Funktion als CDU-Chef Spahn den Rücktritt nahe, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des Parteivorsitzenden erfuhr. "Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich. Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut", teilte Merz anschließend in einer Stellungnahme mit.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kündigte an, dass er vorübergehend die Unions-Fraktion führen werde. Merz sagte, er werde in Abstimmung mit dem Vorsitzenden der CSU, Markus Söder, einen Vorschlag für die Neubesetzung machen.

(FJ/APA)

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