Spinnenalarm in Österreich!
Tarantel häufiger bei uns
(02.09.2026) Immer häufiger begegnet man ungewöhnlich großen Spinnen vor allem im süd-östlichen Raum von Österreich. Zwei auffällige Arten breiten sich immer weiter aus, die südrussische Tarantel ist sogar Mitteleuropas größte Spinne.
Bei der zweiten und häufigeren Art handelt es sich um die Schwarzbäuchige Tarantel. Begegnen kann man ihr hauptsächlich in trockenen und warmen Gebieten, das Tier bevorzugt außerdem einen steinigen oder sandigen Untergrund. Laut der "Kleinen Zeitung" gibt es Nachweise der Tiere von Kärnten bis in die Steiermark und das Burgenland.
Im Herbst können Tiere in Wohngebiete kommen
Besonders in der milderen Jahreszeit kann es vorkommen dass sich die Tiere in Häuser oder Garagen verirren, wo die Weibchen geeignete Plätze zur Überwinterung suchen. Die Männchen hingegen begeben sich auf Partnersuche und legen oft größere Distanzen zurück, bei denen sie auch Wohngebiete durchqueren.
Der Verbreitungsschwerpunkt der etwas größeren südrussischen Tarantel liegt in Österreich eher östlich, aber auch in der Steiermark wurde sie in den vergangenen Jahren bereits entdeckt. Beheimatet sind die Tiere in der Nähe von Gewässerufern oder an sandigen, warmen Flächen ohne starkem Bewuchs.
Ungefährlich
Keine der Tarantelarten stellt eine Bedrohung für den Menschen dar. Der Naturschutzbund empfiehlt, die Tiere in Ruhe zu lassen, sie nicht zu töten oder zu verletzen. Begegnet man einer Spinne innerhalb des Wohnraumes, wird empfohlen sie mit einem Glas zurück in die Freiheit zu setzen.
(ep)