STMK: Bub (11) getötet!
Leoben: Mutter im Gefängnis!
(01.02.2026) Die 39-jährige Frau, die im Verdacht steht, ihren elfjährigen Sohn in einer Wohnung in Leoben getötet zu haben, ist am Sonntag vom Krankenhaus in die Justizanstalt Leoben überstellt worden. Das bestätigte die Polizei. Die Frau war nach ihrer Festnahme am Freitag aufgrund schwerer Schnittverletzungen medizinisch versorgt und operiert worden.
Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei den Verletzungen um offenbar selbst zugefügte Schnittwunden. Aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands konnte die Verdächtige bislang noch nicht einvernommen werden. Zu einem möglichen Tatmotiv gibt es daher derzeit keine Angaben. Die Einvernahme soll stattfinden, sobald ihr Zustand dies zulässt, hieß es seitens der Polizei.
Notruf durch die Mutter selbst
Zu dem Einsatz kam es am Freitagnachmittag, als die 39-Jährige selbst die Rettung in ihre Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Leoben rief. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte fanden diese nicht nur die verletzte Frau, sondern auch den leblosen Körper ihres elfjährigen Sohnes. Die Rettungskräfte verständigten umgehend die Polizei.
Die Beamten sperrten den Bereich ab und leiteten umfangreiche Ermittlungen ein. Erste Hinweise deuteten rasch auf ein Gewaltverbrechen hin. Weitere Personen sollen sich laut bisherigen Erkenntnissen nicht in der Wohnung aufgehalten haben.
Mehrere Messer sichergestellt
Im Zuge der Tatortarbeit wurden in der Wohnung mehrere Messer sichergestellt. Dabei dürfte es sich nach Angaben der Polizei um die mutmaßlichen Tatwaffen handeln. Genauere Details zum Tathergang oder zur Art der Verletzungen des Kindes wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht.
Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Eine gerichtliche Obduktion des Buben wurde angeordnet, um die genaue Todesursache festzustellen.
Keine Angaben zum Motiv
Ob es im Vorfeld Hinweise auf familiäre Probleme oder eine Gefährdungslage gegeben hat, ist derzeit nicht bekannt. Auch zu möglichen psychischen Belastungen der Mutter machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. Die Ermittler betonen, dass derzeit in alle Richtungen ermittelt werde. In ersten Medienberichten war teils von einem zwölfjährigen Opfer die Rede, diese Angaben wurden später korrigiert – der Bub war elf Jahre alt.
(fd/krone/apa)