STMK: Katze gekreuzigt!
Täter (67) ausgeforscht
(03.11.2026) Der grausame Fall einer getöteten Katze in Admont in der Steiermark dürfte geklärt sein. Ein 67-jähriger Mann aus dem Bezirk Liezen wurde von der Polizei ausgeforscht und hat die Tat gestanden. Nach Angaben der Ermittler soll er die Katze zunächst gequält, anschließend mit einer Langwaffe erschossen und ihren Körper danach auf ein selbst gebautes Kreuz geschraubt haben. Als Motiv gab der Mann an, dass er sich von dem Tier gestört gefühlt habe.
Passanten entdecken Katze auf Holzkreuz
Der Fall wurde am Morgen des 14. Oktober 2026 bekannt. Passanten entdeckten im Admonter Ortsteil Aigen neben einer Fahrbahn eine tote schwarze Katze.
Der Körper des Tieres war auf einem ungefähr einen Meter hohen behelfsmäßigen Kreuz befestigt worden. Die alarmierte Polizei stellte das Kreuz und den Tierkörper sicher. Eine tierärztliche Untersuchung ergab später, dass die Katze offenbar noch vor ihrem Tod gequält und anschließend erschossen worden war.
67-Jähriger gesteht: „Katze störte ihn“
Nach umfangreichen Ermittlungen stießen die Beamten nun auf einen 67-Jährigen aus dem Bezirk Liezen.
Der Mann zeigte sich laut Polizei geständig. Er erklärte demnach, dass ihn die Katze gestört habe. Daraufhin habe er das Tier mit einer Langwaffe erschossen und anschließend auf das Kreuz geschraubt.
Warum er den Katzenkörper danach öffentlich neben einer Straße zur Schau stellte, wurde bislang nicht näher erklärt. Für Spekulationen über einen religiösen, satanistischen oder anderen symbolischen Hintergrund gibt es derzeit keinen bestätigten Hinweis.
Waffe offenbar illegal besessen
Bei den Ermittlungen stellte sich auch heraus, dass der 67-Jährige die verwendete Langwaffe offenbar nicht legal besessen hatte. Die Polizei stellte die Waffe sicher.
Gegen den Mann wurde außerdem ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Er wird sowohl der Staatsanwaltschaft Leoben als auch der zuständigen Bezirkshauptmannschaft angezeigt.
Bis zu zwei Jahre Haft wegen Tierquälerei möglich
Nach § 222 des österreichischen Strafgesetzbuches macht sich unter anderem strafbar, wer ein Tier roh misshandelt, ihm unnötige Qualen zufügt oder ein Wirbeltier mutwillig tötet.
Darauf steht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Welche konkreten Vorwürfe die Staatsanwaltschaft im Fall des 67-Jährigen erhebt und welche zusätzlichen Konsequenzen sich aus dem illegalen Waffenbesitz ergeben, ist noch offen.
Tausende Euro Belohnung für entscheidenden Hinweis
Der Fall hatte österreichweit für große Empörung gesorgt. Noch bevor der Verdächtige ausgeforscht wurde, waren hohe Belohnungen für Hinweise ausgesetzt worden.
Die Pfotenhilfe hatte zunächst 2.000 Euro ausgelobt. Durch Privatpersonen und ein Unternehmen erhöhte sich dieser Betrag später auf 5.200 Euro. Separat setzte die „Krone“-Tierecke 10.000 Euro für einen entscheidenden Hinweis zur Ergreifung des Täters aus.
Ob eine dieser Belohnungen beziehungsweise ein Hinweis aus der Bevölkerung tatsächlich zur Ausforschung des 67-Jährigen beigetragen hat, wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Ermittlungen gegen 67-Jährigen gehen weiter
Damit scheint die entscheidende Frage nach dem mutmaßlichen Täter beantwortet. Nun müssen Polizei und Staatsanwaltschaft klären, welche strafrechtlichen und waffenrechtlichen Folgen die Tat für den 67-Jährigen haben wird.
Fest steht laut bisherigen Ermittlungen: Die Katze wurde nicht Opfer eines Unfalls. Der Mann soll das Tier bewusst getötet und anschließend auf dem Kreuz befestigt haben. Der 67-Jährige wurde nicht festgenommen. Gegen ihn laufen nun straf- und waffenrechtliche Verfahren.
(fd/krone/tierecke)