Suchtfaktor Sozialer Medien

Meta vor Milliarden-Prozess

(18.08.2026) Was als App-Spaß begann, könnte für Meta richtig teuer werden. In Kalifornien startet ein wegweisender Prozess um die Frage, ob Facebook und Instagram Jugendliche gezielt zur möglichst langen Nutzung verleiten.

Jugendliche im Fokus

29 US-Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, seine Plattformen bewusst suchtfördernd gestaltet und Risiken für junge Nutzer heruntergespielt zu haben. Sie fordern vorläufig rund 193 Milliarden Dollar sowie strengere Regeln für Minderjährige, etwa bei Bildschirmzeit, Benachrichtigungen und automatischem Scrollen.

Meta weist die Anschuldigungen zurück. Der Konzern betont unter anderem, dass eine eindeutig definierte Social-Media-Sucht wissenschaftlich nicht existiere und Kinder unter 13 Jahren die Plattformen gar nicht nutzen dürften.

Im Mittelpunkt des rund sechs Wochen dauernden Prozesses steht daher auch die Frage, was Meta intern über mögliche Gefahren wusste. Als Zeuge soll unter anderem Konzernchef Mark Zuckerberg aussagen. Für Meta könnte das Verfahren neben möglichen Milliardenstrafen auch weitreichende Änderungen an Facebook und Instagram bedeuten.

(APA/VP)

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