Sweeney posierte fast nackt

Aufreger um Werbekampagne

(15.09.2026) Für große Aufregung sorgte zuletzt eine Werbekampagne von Sydney Sweeney. Darin zeigt die gefragte Schauspielerin in den unterschiedlichsten Sportarten ihr Talent.

Zwar verspricht die Kampagne "nur Sport" – der eigentliche Aufreger ist aber, dass der Hollywood-Liebling komplett die Hüllen fallen lässt und sich den Zuschauern quasi splitterfasernackt präsentiert. Als einzige Bedeckung dienen Bälle, Schläger und Netze.

Sport im Mittelpunkt?

Die Werbebotschaft gerät angesichts dieser freizügigen Aufnahmen fast zur Nebensache. Die Kampagne erreicht ihr Ziel wohl trotzdem: In den sozialen Medien generiert sie viel Aufmerksamkeit.

Sweeney selbst stimmt zu, dass die Anzeige einen Wirbel erzeugen soll. Sie behauptet aber, der Fokus liege ganz am Sport. Genau das setzt der Kurzfilm mit Selbstvertrauen, viel Humor und einer spielerischen Note um.

Fans reagieren

Online finden sich Kommentare wie "Das ist die großartigste Werbung aller Zeiten" oder "Ihr mögt sie (...) hassen, aber die Frau weiß ganz genau, wie grandioses Marketing funktioniert."

Die Kampagne erntete aber wegen ihrer Freizügigkeit auch auf mehreren Ebenen Kritik.

Athletinnen wittern Sexismus

Besonders die Frauen der Sportbranche sahen in der Werbung von Sydney Sweeney eine bewusste Provokation. Sie werfen Sweeney vor, mit der ungewöhnlichen Kampagne zu polarisieren. Statt um Sport gehe es nun um Sexismus.

Frauen müssten in einer von Männern dominierten Sportbranche ohnehin ständig ihre Kompetenz unter Beweis stellen. Wenn ausgerechnet dort immer wieder vor allem sexualisierte Darstellungen verbreitet würden, verstärke das bestehende Vorurteile, sagte die im Baseball-Bereich tätige Marissa Womack zum Rolling Stone Magazine.

Statt der Äußerlichkeiten sollten die Erfolge von Frauen im Sport im Fokus stehen.

Kritik an Instagram

Andere Kritiker nahmen Instagram ins Visier. Bei gewöhnlichen Nutzern wird mitunter deutlich strenger auf freizügige Bilder reagiert, während professionelle Kampagnen mit Aufregern große Reichweiten erzielen könnten. Des Weiteren wurde kritisiert, dass die Werbung über die sozialen Medien auch einem zu jungen Publikum leicht zugänglich wird.

Sweeney an Firma beteiligt

Außerdem besonders heikel: Sweeney ist nicht nur Werbeträgerin, sondern auch strategische Partnerin im Unternehmen Novig, für das die Werbung produziert wurde, und besitzt sogar eigene Firmenanteile ebendort. Novig ist ein sogenannter Prognosemarkt, auf dem ausschließlich auf Sportergebnisse gewettet wird. Auf die Suchtgefahr im Wettgeschäft wird in der Werbung nicht eingegangen.

(mm)

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